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Die Stadt macht es sich zu einfach, wenn sie die beiden Attacken auf den Hund Gibor als Einzelfall begreift. Niemand kann garantieren, dass dem als „unauffällig“ begutachteten Herdenschutzhund im

Die Stadt macht es sich zu einfach, wenn sie die beiden Attacken auf den Hund Gibor als Einzelfall begreift. Niemand kann garantieren, dass dem als „unauffällig“ begutachteten Herdenschutzhund im Berkersheimer Feld nicht irgendwann ein anderer Vierbeiner begegnet, der in ihm eine ähnliche Aggression auslöst. Und was dann? Tatsache ist: Der Hund hat bei seinen Angriffen zweimal auch einen Menschen verletzt. Das Risiko, dass sich solche Vorfälle wiederholen, kann das Ordnungsamt nur minimieren, wenn es mit Nachdruck dafür sorgt, dass sich die Hundebesitzer – ein altes Ehepaar – an die Auflagen halten: Maulkorbzwang für den Hund, Führungsverbot für den hochbetagten Mann. Dass die Senioren trotz zweier Beißattacken dagegen Widerspruch eingelegt haben, zeigt: Einsichtig sind sie nicht. Auch deshalb sieht der VGH „eine Gefahrenlage“. Aber statt zu handeln, wartet die Stadt nur ab – ein gefährliches Zögern.

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