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Ja, es ist viel leiser geworden. Wer die Proberammungen im Herbst 2013 erlebte, die heftigen Schläge der Rammen, nur wenige Meter von den Wohnhäusern in der Vatterstraße entfernt, konnte nur zu einem

Ja, es ist viel leiser geworden. Wer die Proberammungen im Herbst 2013 erlebte, die heftigen Schläge der Rammen, nur wenige Meter von den Wohnhäusern in der Vatterstraße entfernt, konnte nur zu einem Schluss kommen: Das hält doch kein Mensch mehrere Wochen lang aus! Es ist daher schön, zu hören, dass die zurzeit zwischen Erlenbruch, U-Bahn-Depot und Pestalozzischule eingesetzte Vibrationsramme deutlich leiser ist als die vor viereinhalb Jahren eingesetzten Maschinen – selbst ohne die nun zusätzlich aufgestellten Schallschutzwände. Dass die Grenzwerte bislang eingehalten werden, ist ebenfalls eine gute Nachricht.

Hätte sich Hessen Mobil also den ganzen Ärger um den Baustellenlärm sparen können? Schwer zu sagen. Relativ schnell erklärten zwar der Projektleiter Jürgen Semmler und seine Kollegen, dass sie über leisere Verfahren nachdenken, über den Einsatz von Schallschutzwänden – doch das war stets mit einem „vielleicht“ versehen. Auch dass die Experten keine genauen Zahlen nennen konnten oder wollten, sorgte für Sorgen und Ärger. Und gelegentlich agierte Hessen Mobil ungeschickt, etwa wenn bei Info-Veranstaltungen auf schwierige Themen wie den Schutz der Pestalozzischüler erst auf Nachfrage eingegangen wurde. Dort können, wie Semmler bestätigte, die Grenzwerte beim eigentlichen Tunnelbau nicht immer eingehalten werden. Dass die Behörde in Sachen Lärmschutz trotz aller Fortschritte noch immer einiges verbessern muss, ist den Verantwortlichen hoffentlich bewusst.

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