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Günter Murr

Kommentar

Forderungen nach einem Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs stoßen meist auf große Zustimmung. Wenn es dann aber um konkrete Projekte geht, sinkt die Begeisterung bei den unmittelbar Betroffenen.

Forderungen nach einem Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs stoßen meist auf große Zustimmung. Wenn es dann aber um konkrete Projekte geht, sinkt die Begeisterung bei den unmittelbar Betroffenen. Züge vor dem Wohnzimmerfenster hat niemand gern.

Gerade bei Straßenbahnen, die in Frankfurt durch viele Wohnstraßen fahren, sind die Bedenken nicht gerechtfertigt. Ein Beispiel ist Stresemannallee in Sachsenhausen: Die dortige Neubaustrecke wurde von Anwohnern heftig bekämpft. Doch seit der Eröffnung hört man nichts mehr von der Kritik.

Auch in Sossenheim wird kein Schienenmonster, sondern eine normale Bahnverbindung gebaut. Die jetzt vorgestellte Straßenbahnlösung bringt noch einmal Verbesserungen, Anwohner werden weniger beeinträchtigt als beim ursprünglichen Konzept. Stadt und Planungsgesellschaft agieren nicht abgehoben, sondern nehmen die Bedenken der Bürger ernst. So kann die Regionaltangente West nach langen Debatten doch noch zum Erfolg werden.

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