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Stefanie Liedtke

Kommentar: Mit Augenmaß - Aktivisten die Tour vermasselt

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Dürfen linke Aktivisten einfach die Paulskirche, die als Wiege der deutschen Demokratie gilt, für ihre Zwecke missbrauchen? Natürlich nicht.

Dürfen linke Aktivisten einfach die Paulskirche, die als Wiege der deutschen Demokratie gilt, für ihre Zwecke missbrauchen? Natürlich nicht. Dennoch war die Entscheidung der Stadt richtig, die Besetzung des symbolträchtigen Ortes zumindest für eine gewisse Zeit zu dulden. Tatsächlich haben die Verantwortlichen den Besetzern mit ihrem gemäßigten Vorgehen ordentlich die Tour vermasselt, gehört es doch zum Kalkül der Aktivisten, dass sie irgendwann medienwirksam von der Polizei entfernt werden. Bilder aber von friedlichen Demonstranten, die von Polizisten gewaltsam aus der Paulskirche gezerrt werden, hat es nicht gegeben. Stattdessen gab es Fotos gelangweilter Aktivisten, die auf ihren Isomatten eine eher ungemütliche Nacht am historischen Ort verbracht haben dürften, und die sich am Sonntagmorgen freiwillig aus dem Staub machten. Eine Zwangsräumung wäre sicher nicht so glimpflich verlaufen. Wie die linke Szene im Rhein-Main-Gebiet auf das reagiert, was sie als Polizeigewalt bezeichnet, haben die Frankfurter schon häufiger erlebt. Dass es an diesem Wochenende nicht zu Ausschreitungen kam, ist vor allem dem wohlüberlegten Vorgehen der Verantwortlichen im Römer zu verdanken.

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