Kommentar: Harte Strafen müssen her

Rund 500 verspätete Landungen am Frankfurter Flughafen – das klingt erst einmal nach nicht viel. Im Schnitt sind dies gerade mal zwei Maschinen, die nach 23 Uhr ankommen.

Rund 500 verspätete Landungen am Frankfurter Flughafen – das klingt erst einmal nach nicht viel. Im Schnitt sind dies gerade mal zwei Maschinen, die nach 23 Uhr ankommen. Doch für die Anwohner im Frankfurter Süden, über deren Häuserdächer die Flugzeuge in nur wenigen hundert Metern Höhe hinweg düsen, ist jeder dieser Nachzügler eine Qual, reißt sie aus dem Schlaf. Dies sollten das Hessische Wirtschaftsministerium und die Fluglärmschutzbeauftragte nicht vergessen.

Es ist zwar lobenswert, dass sie die notorischen Zuspätkommen im Blick haben und sie zum Gespräch nach Wiesbaden bitten. Doch zum Schutz der Bürger müssen Sanktionen her. Wie das Beispiel des Air-Berlin-Fluges aus Palma de Mallorca zeigt, nutzen die Fluggesellschaften die Reservestunde bis Mitternacht gerne aus. Es muss härter durchgegriffen werden – ganz nach Michail Gorbatschows Aussage: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“ Dann dürfen die Maschinen der absehbaren Zuspätkommer eben gar nicht erst starten.

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