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Klinikum Höchst

Verzögerung am Bau

Kommentar zum Höchster Klinikum: Hier ist Härte gefragt

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Verzögerungen am Bau – darüber wundert sich dieser Tage kaum noch jemand. Erst recht nicht bei Bauvorhaben von der Dimension des Höchster Klinikums.

Verzögerungen am Bau – darüber wundert sich dieser Tage kaum noch jemand. Erst recht nicht bei Bauvorhaben von der Dimension des Höchster Klinikums. Immerhin entsteht dort für 263 Millionen Euro das weltweit erste Krankenhaus, das komplett in Passivhausbauweise errichtet wird. Dabei stellt schon ein „ganz normaler“ Krankenhausneubau Planer und Bauherren in der Regel vor größte Herausforderungen. Und so überrascht es nach der im Januar 2017 bekanntgewordenen Baukostensteigerung in Höhe von 26,1 Millionen Euro nicht, dass es kurz vor dem Happy End der wahrlich unendlichen Geschichte vom Klinikneubau erneut zu einer Verzögerung kommt. Dass ursprünglich einmal die Rede davon war, der Neubau werde Ende 2018 bezugsfertig sein – davon redet schon längst niemand mehr.

Stefanie Liedtke

Auf ein paar Monate mehr oder weniger, könnte man meinen, kommt es jetzt auch nicht mehr an. Doch für das Klinikum und für die Stadt Frankfurt ist jeder Monat, der verstreicht, bares Geld. Wiederholt haben die Verantwortlichen darauf hingewiesen, dass das Millionen-Defizit des Hauses eng verknüpft ist mit dem Altbau, in dem die Heizkosten astronomisch, die Wege weit und die Baustellen zahlreich sind. So musste die Stadt allein im Jahr 2015 noch einmal 2,3 Millionen Euro in den Altbau investieren, um Brandschutzauflagen zu erfüllen, obwohl der Neubau da längst beschlossene Sache war.

Die neuerliche Verzögerung bei dem Mammutprojekt darf die Stadt als Bauherr dem Generalunternehmer nicht einfach durchgehen lassen, gute Zusammenarbeit hin oder her. Hier ist Härte gefragt – sonst zahlt die Zeche am Ende der Steuerzahler.

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