Kommentar: Juristisches Gestolper um die Räumung der Pferderennbahn

Eigentlich soll Anfang 2017 auf dem Gelände der Galopprennbahn in Niederrad der Bau des DFB-Leistungszentrums beginnen. Doch mit einer ganzen Reihe von Prozessen hat der Renn-Klub das Projekt bisher ausgebremst.

Eigentlich soll Anfang 2017 auf dem Gelände der Galopprennbahn in Niederrad der Bau des DFB-Leistungszentrums beginnen. Doch mit einer ganzen Reihe von Prozessen hat der Renn-Klub das Projekt bisher ausgebremst. Dass nun der Anwalt des Klubs nach einem gescheiterten Befangenheitsantrag gegen den Richter auch noch Beschwerde dagegen einlegt, passt zur Strategie des Vereins – er möche die Entscheidung über die Räumung der Pferderennbahn auf Teufel komm raus verzögern.

Denn sollte das Landgericht die Räumung für rechtens erklären, könnte die Stadt sehr schnell und ohne die Entscheidung höherer Gerichtsinstanzen abzuwarten Tatsachen schaffen. Ein weiterer Klageweg wäre für den Renn-Klub dann sinnlos.

Der Magistrat der Stadt Frankfurt wirkt bei dieser Zermürbungs-Strategie hilflos. In einem Rechtsstaat müssen aber die Formalien eingehalten werden, auch wenn sie nur der Verzögerung, nicht aber der raschen Rechtsfindung dienen. Ein Klagerecht gegen den Missbrauch von Rechtsmitteln gibt es naturgemäß nicht.

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