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Adi Hütter. Archivfoto: dpa

Eintracht Frankfurt

Kommentar zum neuen Eintracht-Trainer: Gut vorbereitet

Mit Zeitplänen ist es in der großen Welt des Fußballs so eine Sache. Eigentlich hätte die Frankfurter Eintracht ihren neuen Trainer Adi Hütter gerne erst nach dem Pokalfinale der Öffentlichkeit vorgestellt,

Mit Zeitplänen ist es in der großen Welt des Fußballs so eine Sache. Eigentlich hätte die Frankfurter Eintracht ihren neuen Trainer gerne erst nach dem Pokalfinale der Öffentlichkeit vorgestellt, um sich ganz auf die Reise nach Berlin und das Finale im Olympiastadion konzentrieren zu können. Aber irgendwo gab es dann doch eine undichte Stelle im Kreis der Eingeweihten. Immerhin aber wurde der letzte Akt in diesem Trainer-Theater für den Club der Adlerträger nicht so sehr zur Unzeit gespielt wie der erste, der Wechselfall von Niko Kovac, und immerhin wurde das Geheimnis etwas länger gewahrt als bei dessen spontaner Entscheidung für den Münchner Rekordmeister. Das spricht für die Eintracht-Verantwortlichen. Ebenso wie die Tatsache, dass sie mit Hütter keinen der üblichen Verdächtigen ausgewählt haben – ebenso wie es bei seinem Vorgänger der Fall war. Sportvorstand Fredi Bobic und Co. waren gut vorbereitet, und sie haben ihre Entscheidung mit Bedacht getroffen.

Einen „Kovac 2.0“ wolle man gar nicht unbedingt haben, hatte Bobic zuletzt noch erklärt, sondern einen Trainer mit eigener Handschrift. Dabei gibt es durchaus Parallelen, über beider Anfänge bei den Salzburger Junioren hinaus. Beide haben bewiesen, dass sie Multi-Kulti-Kader zu echten Mannschaften zusammenschweißen können. Und beide stehen für harte Arbeit und konsequente Entscheidungen. Die Ausrichtung freilich ist eine ganz andere: Unter Kovac ging es für seine Frankfurter Underdogs erst einmal darum, Tore zu verhindern, während Hütter mit seinen in den allermeisten Spielen favorisierten Young Boys vor allem Tore schießen wollte. Das könnte mit einem Mittelklasse-Vertreter in der Bundesliga schwerer werden als mit einem Spitzenteam der Schweizer Liga, muss aber nicht schlecht sein. Adi Hütter könnte eine gute Wahl für die Eintracht sein. Stand jetzt.

markus.katzenbach@fnp.de

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