Pflanzen ragen aus einem Vorgarten mit grauen und schwarzen Kieselsteinen.
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Schottergärten soll es in Frankfurt nicht mehr geben, fordert eine Initiative. (Symbolbild)

Frankfurt

Kommunalwahl in Frankfurt: Strafen für Schottergärten? – Initivative mit Forderungen

  • Svenja Wallocha
    vonSvenja Wallocha
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Umwelt- und Naturschutz spielt auch bei der Kommunalwahl 2021 eine wichtige Rolle. Eine Frankfurter Initiative sagt vor allem Schottergärten den Kampf an.

Frankfurt – Schottergärten sind ein Thema, das hitzige Diskussionen auslöst. Die einen finden sie pflegeleicht, andere kritisieren den Gartentrend. Denn die öden Kies- und Schotterwüsten sind nicht nur schlecht für Insekten, sie schaden auch dem Klima. Viele Städte haben Schottergärten bereits den Kampf angesagt. Auch in Frankfurt ist das Thema in aller Munde und kommt nun natürlich auch im Wahlkampf zur Kommunalwahl 2021 auf den Tisch.

Graue Gärten mit nichts als Schottersteinen soll es in Frankfurt nach dem Willen einer Initiative zweier Stadträte künftig nicht mehr geben. Umwelt- und Planungsdezernat brachten dazu den Entwurf einer „Gestaltungssatzung Freiraum und Klima“ auf den Weg, wie sie am Dienstag (09.03.2021) mitteilten.

Kommunalwahl 2021 in Frankfurt: Kampf gegen Schottergärten – Initiative gegen graue Gärten

Auch Dachflächen und Fassaden sollen demnach begrünt werden, Sichtschutzzäune oder künstliche Pflanzen dagegen tabu sein. Magistrat und Stadtverordnetenversammlung müssen noch zustimmen. Am kommenden Sonntag wird bei der Kommunalwahl über die Zusammensetzung des Stadtparlaments neu entschieden.

Es gehe darum, gegen eine zunehmende Versiegelung insbesondere durch Schottergärten vor und hinter Häusern vorzugehen, erklärte Planungsdezernent Mike Josef (SPD). Gegen eine Aufheizung der Stadt im Sommer wie in den vergangenen Jahren helfe nur mehr Grün, erklärte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne). Und die Sommer werden immer heißer, die Zunahme von Kies- und Steingärten deshalb zum Problem.

Kommunalwahl in Frankfurt: Initiative gegen Schottergärten – Bußgeld bei Verstößen

Gebäude- und Grundstücksfreiflächen machten rund 30 Prozent des Frankfurter Stadtgebietes aus. Die Satzung gelte bei allen Neubauten oder größeren Umbauten. Bei Verstößen drohe ein Bußgeld von bis zu 15 000 Euro, heißt es in der Mitteilung.

Der Entwurf legt demnach unter anderem fest, dass auf Freiflächen mindestens Rasen angelegt und pro 200 Quadratmeter ein Laubbaum gepflanzt werden muss. Zur Umgrenzung von Grundstücken in Frankfurt wäre außer licht- und luftdurchlässigen Zäunen und Hecken nur noch ein Sichtschutz für Terrassen zulässig. Dächer von Carports, Garagen, Nebenbauten und teilweise Fassaden müssten begrünt werden. (svw mit dpa)

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