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Schauspielerin Mia Geese schlüpft für die Komödie ?Der Pantoffel-Panther? ins kuriose Kostüm.

Theater

Komödie: Alles andere als klein und naiv

Ich wollt’, ich wär’ ein Huhn“, heißt es in einem bekannten Schlager. Schauspielerin Mia Geese kann zwar auch singen, doch ein Federkleid trägt sie am liebsten auf der Bühne. Noch bis zum 18. Mai schlüpft die Bonnerin in der Komödie „Der Pantoffel-Panther“ ins kuriose Kostüm. „Ich spiele Babsi, die so angezogen in einem Hähnchen-Grill arbeitet“, erzählt die 29-Jährige. Am Mainufer, wo sie den Spaß mit roter Haube und Osterei mitmacht, staunt auch die Schar hungriger Nilsgänse nicht schlecht – doch statt Futter gab es für die herbeigeeilten Tiere nur liebe Worte von der Schauspielerin.

Ich wollt’, ich wär’ ein Huhn“, heißt es in einem bekannten Schlager. Schauspielerin Mia Geese kann zwar auch singen, doch ein Federkleid trägt sie am liebsten auf der Bühne. Noch bis zum 18. Mai schlüpft die Bonnerin in der Komödie „Der Pantoffel-Panther“ ins kuriose Kostüm. „Ich spiele Babsi, die so angezogen in einem Hähnchen-Grill arbeitet“, erzählt die 29-Jährige. Am Mainufer, wo sie den Spaß mit roter Haube und Osterei mitmacht, staunt auch die Schar hungriger Nilsgänse nicht schlecht – doch statt Futter gab es für die herbeigeeilten Tiere nur liebe Worte von der Schauspielerin.

In die Bratröhre kommt bei ihr übrigens kein Federvieh, denn: „Ich bin vegetarisch aufgewachsen, meine Mutter lebte uns das vor, und daher habe ich noch nie Fleisch oder Fisch gegessen“, sagt sie.

Ostern sei für sie immer Familienzeit. Bei sieben Geschwistern – erwachsene Halb- und Stiefgeschwister eingeschlossen – ist die Gaudi bei der obligatorischen Eier- und Geschenkesuche entsprechend groß: „Da hängt schon mal etwas Süßes hoch oben im Baum, etwa in unserem alten Baumhaus. Jedes Geschenk ist namentlich gekennzeichnet, das vermeidet Streit.“ Besonders über Marzipan freut sie sich dann, „den machen wir auch zu Weihnachten immer selbst, dann ist er weniger süß und schmeckt mehr nach Rosenwasser.“

Schon ihre Großeltern mütterlicherseits, Katinka Hoffmann und Johannes Grossmann („Stadtklinik“), waren Film- und Theaterschauspieler; die Großmutter leitete fünf Jahrzehnte ein renommiertes Bonner Boulevardtheater. So schnupperte Mia Geese früh Theaterluft, tanzte schon als Kind Ballett, sang später Hauptrollen in Musicals und wurde schließlich von ihrer Mutter, ebenfalls Schauspielerin, bestärkt, eine klassische Schauspielausbildung zu absolvieren.

Gern werde sie wegen ihres jugendlichen Aussehens als „junge Naive“ besetzt, ein Rollenfach, das ihr zwar Spaß mache, aber dem zuweilen die Tiefe fehle: „Oft werde ich im Alltag für gerade einmal volljährig gehalten. Ich hätte große Lust, eine richtig böse Figur zu spielen, mit harten Ecken und Kanten und so gar nicht süß und nett, wie ich sonst für viele erscheine. Man wird eben schnell kategorisiert“, sagt sie und lässt dabei die Stärke und Durchsetzungskraft spüren, die man gemeinhin Menschen, die unter dem Sternzeichen Widder geboren sind, zuschreibt.

Seit 2016 ist Mia Geese mit der „Pantoffel-Panther“-Komödie und dem festen Ensemble auf Deutschlandtournee. Die Nähe Frankfurts zum Rheinland lässt kein Heimweh aufkommen, denn die Schauspielerin pendelt täglich mit dem Zug von Bonn an den Main, auch Ostern fährt sie nach Hause: „Im eigenen Bett zu schlafen ist schöner, und die Nähe zu meinem Patenkind, dem ich eine Vertraute sein möchte, schätze ich.“

Bei so viel Routine gibt es doch sicher keine plötzlichen Textlücken mehr, oder? „Eigentlich nicht. Doch zur Sicherheit spreche ich vor dem Auftritt die ersten Zeilen für mich allein ,italienisch’ durch. So sagen Schauspieler, wenn sie ihren Text sehr schnell und ,ohne Kunst’ runterrattern. Das hilft gegen die Aufregung.“

Der Lohn ist am Ende immer der gleiche – großer Applaus. Jetzt freut sie sich über ein weiteres Sahnehäubchen: „Die Frankfurter lachen so schön.“ (fai)

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