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Gute Entwicklung: Internatler Louis Kunstmann, der hier von Jan Röling ?bedient? wird, wurde immerhin schon zu einem Lehrgang der Männer-Nationalmannschaft berufen.

Volleyball

Kontinuierlich gesteigert

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Der spielerische Jahresabschluss war bezeichnend für den bisherigen Rundenverlauf: Die jungen Frankfurter holten zwar einen Punk, unterlagen aber wieder im Tiebreak.

Für die Spieler aus dem Volleyball-Internat Frankfurt war der Punkt für das 2:3 (25:19, 19:25, 19:25, 25:22, 9:15) beim Tabellensiebten TV/DJK Hammelburg ein unerwarteter Erfolg, der verlorene fünfte Satz aber fast voraussehbar gewesen. Die Internatler haben in der Zweiten Bundesliga Süd in fünf ihrer sechs Fünfsatzspiele den Kürzeren gezogen. Hammelburg hingegen gewann alle fünf Partien über die volle Distanz, darunter auch die beiden gegen Frankfurt.

Dabei mussten die Frankfurter diesmal nicht wie bislang gleich einem Rückstand hinterherlaufen. Bis zum 8:8 blieb der Tiebreak ausgeglichen, dann führten allerdings vier „einfache“ Fehler zum nicht mehr unaufholbaren Rückstand.

Im ersten Satz agierten die ohne Libero Ivan Batanov (verletzt) und Mittelblocker Luca Dierks, der im Training umgeknickt war, angetretenen Hessen vor allem im Angriff stark, doch danach sei die Leistung laut Trainer Matus Kalny eher Durchschnitt oder darunter gewesen. „Wir hatten drei Sätze lang große Probleme in der Annahme. Erst nachdem sich Libero Hannes Krochmann gefangen hat, kam ein wenig Stabilität rein.“

Aber auch Hammelburg habe nicht das Niveau aus dem Hinspiel in Frankfurt bieten können. Den Unterschied machten die Wolf-Brüder aus. Diagonalspieler Peter Wolf sah man die Fortschritte, die er während der zwei Jahre beim Erstligisten United Volleys Rhein-Main gemacht hat, deutlich an. „Er schlug gefährlich auf, war nie zu blocken und brachte 60 Prozent seiner Angriffe durch“, bescheinigte Kalny dem besten Scorer (31 Punkte) eine tadellose Leistung. Aber auch sein Bruder Georg, der nach einem Jahr bei den United Volleys in der vergangenen Saison beim Zweitligisten TG Rüsselsheim spielte, zeigte eine gute Leistung. Bester Punktesammler bei den Frankfurtern war der angeschlagen ins Spiel gegangene Erik Niederlücke (20), zweistellig punkteten auch Robert Werner (16) und Louis Kunstmann (11).

Nach ihrem letzten Spiel im Jahr 2017 überwintert das Team von Matus Kalny in der Zweiten Bundesliga Süd mit zehn Punkten auf Rang zwölf. Positiv war, dass die jungen Spieler in sieben von 14 Partien punkten konnten. Negativ, dass nur zwei Siege (gegen die hinter ihnen platzierten Clubs aus Friedrichshafen und Leipzig) gelangen. „Die zehn Punkte sind schon in Ordnung, das entspricht unserem Potenzial“, so der slowakische Coach, der betont, dass die Mannschaft in jeder Partie kämpferisch überzeugt habe. „Spielerisch gab es am Anfang noch Probleme. So kam auch die unnötige Niederlage gegen Unterhaching zustande. Aber während der Runde haben sich die Spieler kontinuierlich gesteigert.“

Das sei auch das Hauptziel der Arbeit im Volleyball-Internat. Außerdem gelang es auch, Konstanz in die Leistungen zu bringen. „Das ist bei Spielern in ihrem letzten Jahr bei uns auch gewünscht“, betont Kalny.

Individuell machte Louis Kunstmann die größten Fortschritte. Verpflichtet wurde er aus einer Kreisligamannschaft, nun bekam er schon eine Einladung zum Lehrgang der Männer-Nationalmannschaft. „Jetzt kann er sich nur noch in Details verbessern“, weiß Kalny aus Erfahrung, „da wird es langsamer vorwärts gehen.“

Große Fortschritte

attestiert der Trainer aber auch Libero Ivan Batanov, der laut Kalny schon erstligareif wäre, Zuspieler Jan Röling, den Außenangreifern Robert Werner und Erik Niederlücke, der in seinem letzten Internats-Jahr konstant bester Punktesammler ist.

In der Rückrunde hofft der Frankfurter Coach auf mehr Punkte als bisher. „Wir spielen meistens auswärts. Da kommen mehr Zuschauer, die Jungs sind dadurch zusätzlich motiviert.“ Kalny will aber auch an die Zukunft denken. Daher werden jüngere Spieler mehr Spielanteile bekommen. Der 17-jährige Ben Stovering durfte in Hammelburg vier Sätze lang mitmachen, ab Januar sollen auch Zuspieler Jason Lieb, Diagonalspieler Simon Torwie und Mittelblocker Jan Breburda große Spielanteile bekommen. Dieses Quartett ist von Kalny in seiner Eigenschaft als Jugend-Bundestrainer auch für die EM-Qualifikation der U18 nominiert, die vom 4. bis 7. Januar ausgetragen wird. Ihr erstes Zweitligaspiel im neuen Jahr bestreiten die Frankfurter am 20. Januar daheim gegen die TGM Gonsenheim.

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