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Mit flammenden Woks und im schicken Kostüm von Stephan Görner: Thi Hai Bui Pham fotografiert von Nikita Kulikov.

Kampagne

Kostüm statt Schürze

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Das Bahnhofsviertel hat sich zum Hotspot für trendige Bars und gute Gastronomie gemausert. Frankfurter, aber auch Auswärtige, nutzen das Szeneviertel tagsüber zum Einkaufen, Essen und

Das Bahnhofsviertel hat sich zum Hotspot für trendige Bars und gute Gastronomie gemausert. Frankfurter, aber auch Auswärtige, nutzen das Szeneviertel tagsüber zum Einkaufen, Essen und Flanieren. Abends tummeln sie sich in Restaurants und Kneipen, nachts ziehen sie in die Clubs weiter. In einer von Frankfurts bekanntesten Straßen, der Kaiserstraße, im Restaurant „coa“ arbeitet die gebürtige Vietnamesin Thi Hai Bui Pham in der Küche. Sie bereitet Sommerrollen, Salatsoßen, Saté-Spieße oder Crispy-Garnelen vor. Bui, wie die Kollegen sie liebevoll nennen, kam 1988 mit einem Arbeitsvertrag von fünf Jahren im Austausch von Saigon nach Erfurt.

Nach dem Mauerfall zog es sie 1990 nach Frankfurt, wo sie als Sushi-Köchin in der Systemgastronomie arbeitete. Erst im Januar fragte eine Freundin die Köchin aus Leidenschaft, ob sie im „coa“, das gerade eröffnet hatte, zusammen mit ihr arbeiten wolle. Sie wollte.

Beim Fotoshooting für die Kampagne „Kleider machen Leute“ tauschte sie ihre schwarze Arbeitskluft gegen ein schickes Kostüm von Maßschneider Stephan Görner . Dabei handelt es sich um Damentweed in einem lime-pink-Blouclé und einer weißen Bluse im Wert von 1500 Euro. In ihrer Freizeit geht Bui gern tanzen. „Das kann sie nun in ihrem neuen Outfit“, sagt Stephan Görner, denn das Kostüm dürfe sie behalten. In der Tanzschule lernte die Mutter von vier Kindern Cha-Cha-Cha, Rumba und langsamen Walzer. Optimale Vorbereitung für die Charity-Gala „Kleider machen Leute“, die am 10. November als Abschluss der Kampagne von Stephan Görner, Event- und PR-Profi Sven Müller und Fotograf Nikita Kulikov im Gesellschaftshaus Palmengarten stattfindet.

(es)

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