Eintracht Frankfurt

Kovac-Nachfolger Hütter kommt ohne Pokal nach Frankfurt

Das letzte Spiel für seinen bisherigen Arbeitgeber endet mit einer Pleite: Adi Hütter, der zukünftige Trainer des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt, verliert mit Bern überraschend das Schweizer Pokalfinale.

Adi Hütter kommt heute oder morgen nicht als Schweizer Double-Sieger nach Frankfurt. Nach der überraschenden Meisterschaft, als die Young Boys Bern den Dauerchampion FC Basel, vergleichbar mit dem FC Bayern München in Deutschland, abgelöst hatten, unterlagen die Berner nun in ihrem eigenen Stadion im Schweizer Pokalfinale dem FC Zürich mit 1:2 (0:1). Im Stade de Suisse in Bern hatten 30 000 Zuschauer eine emotionale Partie gesehen und wie schon im deutschen Endspiel vor einer Woche, als die Eintracht ja die Bayern besiegt hatte, auch da einen Sieg des klaren Außenseiters. In der Liga waren die Züricher mit 35 Punkten Rückstand auf die Berner nur Vierter geworden.

Es war mächtig zur Sache gegangen in diesem Finale. Schon in der 11. Minute hatte Michael Frey die Züricher mit einem Flachschuss in Führung gebracht und dann provozierend vor dem Berner Coach Hütter gejubelt. Der Hintergrund: Frey hatte einst für die Young Boys gespielt, war dann unter Hütter kein Stammspieler mehr und entschloss ich zu einem Wechsel nach Zürich. Nun hat er sich mit einem Tor revanchiert. „Mit mir hätten die Berner vielleicht das Double geholt“, trat er später gegen seinen ehemaligen Trainer verbal nach.

Die Favoriten aus Bern schienen in der zweiten Halbzeit ins Spiel zurückzukommen, als der Zürcher Sangione Saar mit „Gelb-Rot“ vom Platz flog. Aber selbst gegen zehn Gegner sahen die Young Boys weiter alt aus. Antonio Marchesano erhöhte eine Viertelstunde vor dem Ende auf 2:0 für den Außenseiter, der nun in der Europa-League spielen wird und da ja auch auf die Eintracht treffen könnte. Der Anschlusstreffer von Sulejmani in der 80.Minute kam für Bern zu spät.

Keine Chance hatte die Frankfurter Eintracht, ihren Flügelspieler Marius Wolf zu halten. Das Fachmagazin kicker meldete gestern Abend, dass der Ligarivale Borussia Dortmund den talentierten Offensivspieler Marius Wolf verpflichtet hat. So hat sich der BVB im Werben um den begehrten 23-Jährigen unter anderem gegen die Ligarivalen 1899 Hoffenheim und RB Leipzig durchgesetzt. Die festgeschriebene Ablöse beträgt fünf Millionen Euro. Bitter für die Eintracht, denn Wolf hatte sich in der abgelaufenen Saison zu einer unumstrittenen Stammkraft bei den Hessen entwickelt.

(pes,sid)

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