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Auf Initiative von Prof. Hubert Serve, Prof. Florian Greten und Prof. Ivan Dikic (von links) entsteht in der Mainmetropole das ?Frankfurt Cancer Institute?.

Baubeginn 2020

Krebsforschungzentrum: Neue Hoffnung für Tumorpatienten

Frankfurt wird zur Hochburg der Krebsbekämpfung. Am Campus Niederrad entsteht das neue „Frankfurt Cancer Institute“ des hessischen Förderprogramms „LOEWE“.

Mit dem „Frankfurt Cancer Institute“ (FCI) werde für die Krebsforschung „ein international sichtbares Zentrum am Standort Frankfurt geschaffen“, sagte Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU) am Freitag. Der Schwerpunkt des Instituts liege auf der translationalen Forschung – also der Verknüpfung verschiedener Fachgebiete der Krebsforschung. Das Ziel seien verbesserte Behandlungsmöglichkeiten von Tumoren, die auf die jeweiligen Patienten individuell zugeschnitten sein sollen.

Das Land fördert den Neubau mit rund 26 Millionen Euro. Das Förderprogramm „LOEWE“ steht für „Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz“.

Das Institut ist eine gemeinsame Initiative von Krebsforschern der Goethe-Universität Frankfurt und des Georg-Speyer-Hauses. Insgesamt soll der Neubau rund 73,5 Millionen Euro kosten. Wie das Land Hessen übernimmt auch der Bund rund 26 Millionen Euro. Der Rest entfällt auf die Deutsche Krebshilfe (20 Millionen Euro) und weitere Partner. Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich 2020. Vier Jahre später soll das Institut die Arbeit aufnehmen.

Ziel ist es, die gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse so schnell wie möglich zur individuellen Behandlung von Tumorpatienten sowie zur weiteren Therapieentwicklung zu nutzen. Wenn beispielsweise bei Patienten die bisher angewandten Therapien nicht anschlagen, könnte Tumormaterial an die im Labor des FCI tätigen Kollegen gesandt werden, um festzustellen, warum sie nicht auf die Therapie reagieren. Anhand des Patientengewebes kann dann konkret geforscht werden, um neue Wirkstoffe zu finden, die wiederum unmittelbar dem Patienten zugutekommen können. Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Ich habe die Hoffnung, dass sich dadurch die Perspektive für alle betroffenen Patienten durch moderne Therapieansätze erheblich verbessert. Mit dem ,Frankfurt Cancer Institute‘ wird zudem ein international sichtbares Zentrum am Standort Frankfurt geschaffen, in dem die exzellenten Forschungskooperationen und -partnerschaften ein institutionalisiertes Zuhause finden.“

Initiiert wurde das Institut von den Wissenschaftlern Prof. Dr. Greten, Prof. Dr. Serve und Prof. Dr. Dikic. Die drei Wissenschaftler verkörpern den interdisziplinären Ansatz. „Hier werden wir endlich die enge Zusammenarbeit zwischen Grundlagen- und klinischen Forschern unter einem Dach realisieren können und so durch eine effiziente Bündelung und die Schaffung einer gemeinsamen Infrastruktur Projekte bearbeiten, von denen Patienten direkt profitieren. Damit schließen wir eine große Lücke in der translationalen Krebsforschung zwischen Krankenbett und Labor“, erklärte Prof. Florian Greten, Direktor des Georg-Speyer-Hauses.

(red)

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