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CDU übt Kritik an Vorgehen der Stadt

Kritik an geplanter Flüchtlingsunterkunft in Harheim

  • VonDieter Deul
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Heftige Kritik gibt es für die Flüchtlingsunterkunft, die die Stadt im Frühjahr im Neubaugebiet Im Niederfeld bauen will. Nachdem Ortsvorsteher Helmut Seuffert (Grüne) über die zweigeschossige

Heftige Kritik gibt es für die Flüchtlingsunterkunft, die die Stadt im Frühjahr im Neubaugebiet Im Niederfeld bauen will. Nachdem Ortsvorsteher Helmut Seuffert (Grüne) über die zweigeschossige Unterkunft für 130 Flüchtlinge berichtet hatte. Vor allem CDU-Fraktionschef Bernd Kölling war empört. Der Architekt betonte, man habe lange für das an dieser Stelle geplante altengerechte Wohnen gekämpft. „Der Bebauungsplan sieht nur Altenwohnen vor“, sagte Kölling. Dass nun bereits ein Bauantrag für die neue Nutzung vorliege, ärgert den CDU-Politiker: „Wir werden hier vorgeführt und vor vollendete Tatsachen gestellt.“

Auch unter den Zuhörern regte sich Kritik an der „Sozialverträglichkeit“ der Flüchtlingsunterkunft. In einer Straße des Wohngebiets gebe es 50 Anwohner, nun würden 130 meist junge Männer an einem Ort einquartiert. Angenommen wurde eine CDU-Anfrage, die Stadt solle erklären, was konkret geplant ist.

Dazu wird es am Donnerstag, 21. Januar, ab 20 Uhr eine außerordentliche Sitzung des Ortsbeirates geben, in der das Deutsche Rote Kreuz, das die Unterkunft betreut, und das Sozialdezernat die Planungen vorstellen werden. Die Notwendigkeit für den Bau der Unterkunft begründet die Stadt damit, dass in diesem Jahr bis zu 12 000 neue Asylbewerber und Bürgerkriegsflüchtlinge aufgenommen werden müssten.

Mit knapper Mehrheit wurde ein gemeinsamer Antrag von SPD und Grünen in der Sitzung verabschiedet, der fordert, bei dem Gebäude auch Gemeinschaftsräume für Gäste von außerhalb einzurichten. „Sie verwässern die Situation“, kritisierte Kölling, so solle ein Jugendraum untergebracht werden, der nie Teil des Bebauungsplanes gewesen sei.

(dd)

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