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Die ?Aktie? von Manfred Stumpf wird versteigert.

Stadtgeflüster

Künstler unterstützen Benefiz-Gala

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Der Frühlingsball ist auf der einen Seite eine Glanz- und Glamour-Veranstaltung. Auf der anderen Seite ist er aber auch eine Benefiz-Gala zugunsten der Stiftung Palmengarten und Botanischer Garten.

Der Frühlingsball ist auf der einen Seite eine Glanz- und Glamour-Veranstaltung. Auf der anderen Seite ist er aber auch eine Benefiz-Gala zugunsten der Stiftung Palmengarten und Botanischer Garten. Wenn kommenden Samstag also die Reichen und Schönen über den roten Teppich stolzieren, geht es nicht nur darum, eine gute Zeit zu haben, sondern auch um Geld. Je mehr davon, desto besser.

Die Veranstalter fahren zur fünften Ausgabe ein großes Programm auf. Da gibt es Musik aus der Feder von Nevio Passaro , die Blumen (15 000 Blüten sollen es dieses Mal sein) kommen von der Firma Dürr und gleich zwei Moderatoren führen die gut 1300 Besucher durch den Abend, der zur langen Ballnacht wird: Leni Eckstein und Joachim Llambi .

Um noch ein paar Tausend Euro mehr in die Stiftungskassen zu spülen, haben die Macher eine Kunstauktion auf die Beine gestellt. Werke von Künstlern der Hochschule für Gestaltung in Offenbach (HfG) kommen dabei unter den Hammer von Auktionator Karl M. Arnold . Bernd Kracke , Präsident der HfG, gelang es, gleich mehrere international renommierte Professoren und Lehrende zu motivieren, Werke für die Auktion zur Verfügung zu stellen – zu ihnen zählen Merja Herzog-Hellstein , Markus Holzbach , Eike König , Martin Liebscher , Gunter Reski , Siglinde Spanihel sowie Michael Eisele , Volker Steinbacher und Manfred Stumpf .

Städelschüler Stumpf spendiert sein Werk „Aktie“. „Der Palmengarten spielt auch in meinen Motiven einen Rolle“, sagt Stumpf, der seit 1995 Professor für Aktzeichnen und konzeptionelles Zeichnen an der HfG ist, und zeigt auf „Aktie“. Das Werk zeigt eine riesige Nähnadel, die von einer Palmenkrone geschmückt wird. Davor reitet Jesus auf einem Esel vorbei. Die Nadel ist ein Foto, Jesus und die Palme sind darauf gemalt. Mit dieser Aktie hat es noch etwas anderes auf sich: Stumpf arbeitet an einem Projekt für den Paul-Arnsberg-Platz, auf dem diese Nadel, in Bronze und gut 30 Meter hoch, eventuell aufgestellt werden soll. Davor steht ein Kamel, das durch das Nadelöhr möchte. Getreu dem Gleichnis aus der Bibel: „Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.“

Doch zurück zum Frühlingsball und zur Auktion. So viele Kunstwerke an den Käufer zu bringen, das dauert sicher seine Zeit und zieht den Ball unnötig in die Länge. Aber der scheidende Palmengartenchef Matthias Jenny beruhigt: „Nein, Herr Arnold hat gesagt, dass er eine halbe Stunde benötigt – nicht pro Stück, sondern für alle.“ Der Erlös der Auktion geht zu gleichen Teilen an die Stiftung und die HfG. Bernd Kracke sieht dieses Projekt im Kontext der Zusammenarbeit mit dem Palmengarten: „Nach den erfolgreichen Kooperationen – beispielsweise bei der Luminale – freut es mich, dass diese Zusammenarbeit den kulturellen Aspekt des Gesamtkunstwerkes Palmengarten auf Dauer garantieren wird.“

Jenny, auch Vorstand der Stiftung Palmengarten und Botanischer Garten, ist sich sicher, dass diese Kooperation weit über den Frühlingsball hinaus eine Chance für HfG und Palmengarten ist, neue Synergien für die Region zu finden.

(es)

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