Oper Frankfurt
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„Die Kultur muss mehr Raum in den Köpfen der Menschen bekommen.“

GRÜNE wollen Kultur stärken

Kultur als Labor der Zukunft und Zeugnis der Vergangenheit

Kulturschaffende und Künstler*innen - die gesamte Szene leidet extrem unter den Corona-Beschränkungen. Auch das Publikum leidet: Geschlossene Museen, Theater und Opernhäuser, Clubs, Kinos und Galerien. Die GRÜNEN wollen Kultur in Frankfurt über die Krise retten und ihr in Zukunft mehr Raum geben.

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„Kultur - Labor unserer Zukunft, Zeugnis unserer Gegenwart und Vergangenheit“, so haben die Frankfurter Grünen das Kulturkapitel ihres Wahlprogramms überschrieben. Sie halten fest, dass Kultur gesellschaftsrelevant und es Aufgabe von Kulturpolitik sei, in jeder Hinsicht Räume zu schaffen und zu erhalten.

Was die Grünen damit meinen, machen sie im Programm klar. Es geht an vielen Stellen in Frankfurt um tatsächliche Räume: Es gibt zu wenig bezahlbare Räume für die Kunst und Kultur. Es geht den Grünen aber auch um Wertschätzung und Unterstützung: Die Kultur muss mehr Raum in den Köpfen der Menschen bekommen. Die Grünen bekennen sich offensiv zur Vielfalt der Frankfurter Szene: „Wir können diese Vielgestaltigkeit nicht bestellen. Kunst kennt keinen Lieferstatus, Kultur ist keine Ware. Aber wir wollen sie ermöglichen. Denn wir brauchen den Widerspruchsgeist der Künste.“

Konkret benennen die Grünen von den Städtischen Bühnen über den Kulturcampus und die verschiedenen freien Sparten (freie Szene, Film, Clubkultur, Literatur und die bildenden Künste) bis zu kultureller Bildung und der Erinnerungskultur ihre wesentlichen Leitlinien. Sie geben erneut ein Bekenntnis zum Willy-Brandt-Platz als Standort für die Städtischen Bühnen ab und fordern eine Lösung, die die Tradition des kritischen Theaters in die Zukunft führt. Sie fordern mehr Anstrengungen bei der Realisierung auch des Kultur-Anteils beim Kulturcampus in Bockenheim - inklusive einer verlässlichen Förderung der Initiative des „Offenen Hauses der Kulturen“. Sie versprechen ein Festhalten an den Förderungen für die freie Szene und für sozio-kulturelle Zentren ebenso wie eine Erweiterung von Programmen zur Unterstützung bei der Suche nach Räumen zur permanenten oder zur Zwischennutzung. Und sie kündigen an, die Förderungsinstrumente der Stadt so umstellen zu wollen, dass die Institutionen in Nachhaltigkeit investieren können. Das gilt für alle Genres - so wollen sie zum Beispiel auch die Leuchtturmstellung Frankfurts im Bereich der Literatur deutlicher herausstellen.

Wichtig ist den Grünen auch die kulturelle Bildung. „Voraussetzung dafür ist, dass alle Menschen Zugang zu Kunst und Kultur haben. Dieser Zugang entsteht nicht von allein und er entsteht auch nicht automatisch durch kostenfreien Eintritt. Ein wirklich inklusiver Ansatz bedeutet, dass die Strukturen so verändert werden, dass niemand ausgeschlossen wird, und dass alle Kinder sehr früh beteiligt werden“, schreiben die Grünen und kündigen eine Förderung der Zusammenarbeit zwischen Kultur- und Bildungseinrichtungen an.

Schließlich erwähnen die Grünen ausführlich die Erinnerungskultur als wichtigen Teil von Kultur. Hier legen sie einen Schwerpunkt bei der Erinnerung an den Nazionalsozialismus und seine Verbrechen - ein Abschnitt unserer Geschichte, über den in absehbarer Zeit keine Zeitzeug*innen mehr berichten können, und für den es eine entsprechend kreative Erinnerungskultur braucht.

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