Das Philosophicum ist fertiggestellt und vermietet.
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Das Philosophicum ist fertiggestellt und vermietet.

Entwicklung des Geländes an der Universität

Der Kulturcampus – Stationen einer Vision

Nach dem Abzug der Uni vom Campus Bockenheim soll aus dem 17 Hektar großen Areal ein Kulturcampus werden. Diese Idee war eines der Lieblingsprojekte der ehemaligen Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU). Ein Rückblick:

August 2010 : Der scheidende hessische Finanzminister Karlheinz Weimar (CDU) macht den Weg dafür frei, dass die Stadt Frankfurt das Areal kaufen und die Vision eines Kulturcampus entwickeln kann, indem er die Unterstützung des Projekts durch das Land ankündigt.

August 2011 : Die Stadt Frankfurt kauft für rund 70 Millionen Euro das alte Uni-Areal vom Land, auf dem der Kulturcampus entstehen soll. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft ABG übernimmt die Aufgabe der Entwicklung.

November 2011 : Am Bockenheimer Depot (ehemaliges Straßenbahndepot) beginnen die Bauarbeiten für die ersten Wohnungen

Januar 2012 : Frankfurter Bürger können bei der Gestaltung des Kulturcampus mitreden: Die erste von drei Planungswerkstätten beginnt.

März 2012 : Sieben renommierte Kultureinrichtungen und der britische Architekt David Adjaye präsentieren ihre Vision vom Kulturcampus: ein überdachtes, begehbares Foyer mit mehreren einsehbaren Bühnen.

März 2012 : Der damalige Planungsdezernent Olaf Cunitz (Grüne) stellt einen „Konsensplan“ für den Kulturcampus vor. Er ist in den Planungswerkstätten Frankfurter Bürger entstanden.

September 2013 : Für den nördlichen Teil des Kulturcampus wird ein kombiniertes Gebäude aus Büros und Wohnungen vorgestellt. Den Architektenwettbewerb gewinnt das Frankfurter Büro Meixner Schlüter Wendt.

Februar 2014 : Der Frankfurter Uni-Turm wird innerhalb von Sekunden gesprengt. Mit 116 Metern ist er das höchste Haus, das je in Europa auf diese Art zu Fall kam. Alles klappt reibungslos. 30 000 Schaulustige verfolgen das Spektakel.

März 2014 : Eine Initiative für gemeinschaftliches und preiswertes Wohnen bekommt den Zuschlag für den Kauf des denkmalgeschützten Philosophicums. Voraussetzung: Sie muss bis Ende Juni garantieren, dass sie 6,1 Millionen Euro aufbringen kann.

Mai 2014 : Der umfangreichste Umbau in der Geschichte des Forschungsinstituts Senckenberg beginnt. Die Arbeiten sollen 2018 fertig sein und kosten rund 116 Millionen Euro.

Juni 2014 : Der Verkauf des von Ferdinand Kramer (1898-1985), einen Architekten des Funktionalismus, erbauten Philosophicums an das selbstverwaltete Wohnprojekt scheitert. Die Initiative konnte die geforderte Finanzierungsgarantie nicht vorlegen.

September 2014 : In dem Gebäude sollen 238 Studentenappartements entstehen. Die ABG kündigt den Verkauf des denkmalgeschützten früheren Seminargebäudes für 8,2 Millionen Euro an. Geplant sind auch eine Kita und ein Café. Die Kita soll in den ersten Monaten 2017, das Café bald darauf in Betrieb gehen. Die Appartements sind seit 2016 vermietet.

Oktober 2015 : Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU) sagt rund 100 Millionen Euro für den Neubau der einzigen hessischen Musikhochschule ab 2021 zu. Sie gilt als Nukleus für den Kulturcampus.

März 2016 : Das Tibethaus Deutschland kauft eine denkmalgeschützte Villa am südlichen Rand des Areals nahe der Messe für mehr als zwei Millionen Euro.

April 2016 : Der Bebauungsplan für den Kulturcampus tritt in Kraft.

Dezember 2016 : Auf dem Areal des ehemaligen AfE-Turms beginnen die Bauarbeiten für den 140 Meter hohen „One-Forty-West“.

(lhe)

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