Kunde und Berater auf einer Wellenlänge

  • schließen

Wenn es um ihre Kunden geht, will die Frankfurter Sparkasse nichts mehr dem Zufall überlassen. Künftig soll sogar die „persönliche Chemie“ zwischen Kunde und Berater für gute Geschäftsbeziehungen sorgen.

Wenn es um ihre Kunden geht, will die Frankfurter Sparkasse nichts mehr dem Zufall überlassen. Künftig soll sogar die „persönliche Chemie“ zwischen Kunde und Berater für gute Geschäftsbeziehungen sorgen.Um festzustellen, ob Kunde und Berater auf einer Wellenlänge liegen, hat die Sparkasse einen Fragebogen entwickelt, der dies ausloten soll.

Damit der Kunde den richtigen Berater für seine Finanzgeschäfte findet, muss er zuerst zehn persönliche Fragen online beantworten. Danach erscheint auf der Webseite ein Bild seines zu ihm passenden „Partners“ der Sparkasse. Sollte ihm dieser Partner nicht zusagen, bekommt er alternativ noch drei weitere „angeboten“.

Um hierbei Persönlichkeit und gleiche Interessenlage online abzugleichen, ist es natürlich notwendig, dass auch die Beraterin und der Berater von sich persönliche „Details“ preisgibt. Das können etwa Hobbys oder Urlaubsvorlieben sein.

„Von unseren 250 Beratern wollen 227 bei dem Projekt dabei sein“, so Sparkassen-Chef Robert Restani, der gleichzeitig aber auch betont, dass bei „Friends in Banks“, so der Projektname, niemand gedrängt wurde mitzumachen. Auch der Personalrat des Unternehmens sei bei der praktischen Umsetzung der Idee mit im Boot gewesen. Apropos Idee. Die stammt von einem fünfköpfigen Team der Sparkasse. Das „Friends-in-Banks-Team“ Claudio Negro, Pietro de Bernardo, Isabel Radandt, Tamara Wondrak und Steffen Zeller wurde dabei von den Leitern des Innovation Labs der Frankfurter Sparkasse, Marie-Luise Sessler und Michael Koßmehl, fachlich unterstützt.

Hilfe holte sich das Projektteam auch von Partnervermittlungen und von „ganz normalen Menschen“. Letztere habe das Team spontan „auf der Straße“ angesprochen und diese gefragt, was sie von einer Bank erwarten würden? Ein „Nebenprodukt“ dieser Umfrage-ist auch ein Werbeclip in Zusammenarbeit mit der Offenbacher Hochschule für Gestaltung.

Sparkassenchef Restani verspricht von dem Projekt nicht nur einen Imagegewinn für sein Institut, sondern auch neue Kunden und engere Beziehungen zum bestehenden Kundenstamm. Zudem eine Steigerung der Beratungsgespräche und daraus resultierend mehr Erträge.Das Projekt, das vermutlich Anfang November das Licht der Öffentlichkeit erblickt, stärke letztlich auch die Präsenz der Sparkasse in der Fläche und zeige, dass Filialen nicht geschlossen werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare