Kundgebung in Frankfurt

Kundgebung "Pulse of Europe" im Zeichen der Frankreich-Wahl

Mit Europafahnen und französischer Trikolore haben rund 2500 Menschen am Tag der Präsidentschaftswahl in Frankreich in Frankfurt und über 100 weiteren Städten für Europa demonstriert.

Mit Europafahnen und französischer Trikolore haben rund 2500 Menschen am Tag der Präsidentschaftswahl in Frankreich in Frankfurt und mehr als 100 weiteren Städten in Europa für Europa demonstriert. Zu den Kundgebungen hatte die pro-europäische Bewegung "Pulse of Europe" aufgerufen. Auch graue Regenwolken hielten viele Demonstranten nicht davon ab, an dem für Frankreich so wichtigen Wahltag auf die Straße zu gehen. Mancher Demonstrant erteilte dabei auch der rechtspopulistischen Kandidatin Marie Le Pen eine klare Absage.

Einer der Hauptredner bei der Kundgebung in Frankfurt war der Präsident der Deutsch-Französischen Gesellschaft (DFG) Frankfurt, Christophe Braouet. Nach Angaben der Sprecherin der pro-europäischen Bewegung, Stephanie Hartung, äußerte sich Braouet besorgt über einen Bedeutungsverlust großer Volksparteien in Europa.

Die Organisatoren zeigten sich mit dem Verlauf der Veranstaltung zufrieden. "Trotz der schwierigen Lage hat eine positive Stimmung geherrscht", sagte Hartung mit Blick auf das Erstarken populistischer Parteien.

Bei der Stichwahl in Frankreich traten am Sonntag Le Pen und der sozialliberale ehemalige Wirtschaftsminister Emmanuel Macron mit komplett unterschiedlichen Programmen an. Le Pen ist eine entschiedene Gegnerin der Europäischen Union und strebt ein Referendum über die EU-Mitgliedschaft Frankreichs an.

Auch nach der Präsidentschaftswahl setzt "Pulse of Europe" die Demonstrationen fort, aber in den meisten Städten nur noch einmal im Monat. Die nächsten Kundgebungen sind demnach am 4. Juni und 2. Juli.

(dpa)

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