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Kundgebung: Rote Ampel für die „Freien Bürger“

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Polizisten hinderten Heidi Mund und Mitstreiter daran, vom Römerberg zur Paulskirche zu laufen, um dort einen Kranz niederzulegen.
Polizisten hinderten Heidi Mund und Mitstreiter daran, vom Römerberg zur Paulskirche zu laufen, um dort einen Kranz niederzulegen. © Bernd Kammerer

Tumult an einer Polizeiabsperrung auf dem Römerberg: Hat Heidi Mund von den „Freien Bürgern für Deutschland“ gerade mit Polizisten gerangelt? Gegendemonstranten reden sofort von einer „Klopperei“. Doch ein Polizeisprecher dementiert. Frau Mund habe die Absperrung überwinden wollen, um mit ihren Mitstreitern zum Paulsplatz zu ziehen. Die Einsatzkräfte hätten das verhindert. Mund sei nicht handgreiflich geworden.

Tumult an einer Polizeiabsperrung auf dem Römerberg: Hat Heidi Mund von den „Freien Bürgern für Deutschland“ gerade mit Polizisten gerangelt? Gegendemonstranten reden sofort von einer „Klopperei“. Doch ein Polizeisprecher dementiert. Frau Mund habe die Absperrung überwinden wollen, um mit ihren Mitstreitern zum Paulsplatz zu ziehen. Die Einsatzkräfte hätten das verhindert. Mund sei nicht handgreiflich geworden.

Auf dem Römerberg, wo gestern in der Spitze etwa 25 Anhänger der islamkritischen „Freien Bürger“ der Opfer des Widerstands vom 17. Juni 1953 – dem Tag des Volksaufstands in der DDR – gedachten, wirkte alles anders als bei vorangegangenen Kundgebungen. Während die Polizei in der Vergangenheit Gegendemonstranten abhalten musste, in die aus Sicherheitsgründen abgeriegelte Versammlungzone einzudringen, musste sie gestern die „Freien Bürger“ hindern, diese zu verlassen.

Die selbsterklärten Patrioten hatten sich nämlich in den Kopf gesetzt, zur Paulskirche zu ziehen und dort einen Kranz niederzulegen. Weil der entsprechende Ausgang des Römerbergs durch eine Sitzblockade von Dutzenden Antifaschisten versperrt war, die auch auf mehrere polizeiliche Aufforderungen hin keine Anstalten machten, den Weg freizugeben, teilte der Einsatzleiter Heidi Mund schließlich mit, dass aus dem Umzug und der Niederlegung am gewünschten Ort nichts wird.

Die „Freien Bürger“ zeigten sich darüber empört, sprachen von einer „Schande“ und drehten mit ihren Fahnen und Schildern einige Runden innerhalb der Absperrung – nicht ohne sich ab und zu in Richtung des Zauns zu orientieren und wieder die geballte Aufmerksamkeit der zahlreich anwesenden Polizeikräfte auf sich zu ziehen. Im Anschluss setzten sich Heidi Mund und ihre Anhänger auf den Römerberg und verharrten dort trotzig. Erst nach zweieinhalb Stunden gaben sie schließlich auf. (chc)

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