?Partnerschaft für Demokratie Frankfurt?

Kunst gegen Hass und Hetze im öffentlichen Raum

Kunst versus Hass: Frankfurter Künstler sind aufgerufen, mit Aktionen, Installationen, Performances, Streetart und anderen Kunstformen im öffentlichen Raum zu intervenieren: gegen Hass und Hetze, für eine demokratische Kultur der Vielfalt.

In einer Zeit, in der immer öfter menschenverachtende Positionen in der Öffentlichkeit bezogen werden, möchte die „Partnerschaft für Demokratie Frankfurt“ dagegenhalten. Diese Partnerschaft ist ein Kooperationsprojekt des Amtes für Multikulturelle Angelegenheiten (Amka) und der Bildungsstätte Anne Frank. Sie ruft Frankfurter Künstler dazu auf, Zeichen gegen rassistische, antisemitische, homosexuellenfeindliche, sexistische, muslimfeindliche und allgemein diskriminierende Haltungen zu setzen. Dafür gibt es bis zu 4000 Euro.

Anträge auf Finanzierung können bis zum 17. Februar gestellt werden. Zum Anne-Frank-Tag am 12. Juni sollen alle ausgewählten Projekte präsentiert werden. Gefördert werden Projekte, die sich überzeugend mit der Meinungsfreiheit und ihren Grenzen auseinandersetzen, die Fragen stellen, provozieren, irritieren, stören, skandalisieren, Botschaften vermitteln – oder auf ganz andere Weise im öffentlichen Raum intervenieren.

Die „Partnerschaft für Demokratie Frankfurt“ fördert grundsätzlich Projekte, die Demokratie und Vielfalt stärken. Zweimal jährlich bieten „Demokratiekonferenzen“ ein offenes Forum für Diskussionen zu aktuellen Bedarfslagen in Frankfurt, für den Austausch und für die Vernetzung von Akteuren aus Zivilgesellschaft und Stadtpolitik.

Welche Fragen, Ängste, Werte und Meinungen im öffentlichen Raum platziert werden können und sollen, ist derzeit heftig umkämpft, erklären die Organsiatoren. Hass und Hetze würden in die Öffentlichkeit getragen, Tabus und Sprechverbote inszeniert, um sie zu brechen. Rassistische, homosexuellenfeindliche, antisemitische, muslimfeindliche und sexistische Haltungen nähmen zu – in Talkshows, den sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook, auf der Straße.

Die Auseinandersetzung über Meinungsfreiheit und ihre Grenzen sollte nicht nur in Parlamenten, Gerichten und Medien stattfinden, erklären die Organisatoren des Kunstprojekts. Kunst könne alles: Fragen stellen. Provozieren. Irritieren. Auf die Nerven gehen. Skandalisieren. Botschaften vermitteln.

Die Ausschreibung ist online abrufbar: partnerschaft-demokratie-ffm.de/foerderung. Kontakt: Partnerschaft für Demokratie Frankfurt, Koordinierung- und Fachstelle, Miriam Modalal, Hansaallee 150, 60320 Frankfurt am Main, Telefon (069) 560 00 20, E-Mail mmodalal@bs-anne-frank.de. Weitere Informationen zum Thema gibt es außerdem im Internet unter partnerschaft-demokratie-ffm.de

(red)

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