Radweg

Stadt schließt Lücke in der Radwegeverbindung durchs Gewerbegebiet "Am Martinszehnten"

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Rund 400 Meter weg sparen Radler künftig auf der Strecke zwischen Nieder-Eschbach und Kalbach. Denn die Straße „Am Martinszehnten“ soll direkt mit dem Weg „Am Zedernholz“ verbunden werden.

Radfahren in Frankfurt ist beliebt, nicht nur in der Innenstadt, sondern in allen Stadtteilen. Denn die Fahrt mit dem Drahtesel bietet oft Vorteile: Kein Warten auf die verspätete Bahn und keine langen Staus. Die Stadt Frankfurt reagiert auf diese wachsende Leidenschaft der Bewohner der Mainmetropole und baut die Radwegeverbindungen immer weiter aus. So auch in Kalbach, wo mit der direkten Verbindung der Straße „Am Martinszehnten“ mit dem Weg „Am Zedernholz“ zwar eine recht kleine Lücke geschlossen wird, die aber den Radfahrern künftig 400 Meter Umweg erspart.

Spitzahorn muss weichen

Bereits seit 2015 hatte der zuständige Ortsbeirat 12 (Kalbach, Riedberg) diesen Lückenschluss auf dem Radweg zwischen Nieder-Eschbach und Kalbach gefordert. Dieser führte jedoch über ein privates Grundstück, weswegen es immer wieder zu Verschiebungen kam. Denn eigentlich sollte bereits 2016 mit der dem Bau begonnen werden.

Nun ist es also endlich so weit. Allerdings muss für den Bau des neuen, verschwenkten Weges ein Baum gefällt werden. Der betroffene Spitzahorn soll allerdings durch die Neupflanzung von zwei Laubbäumen ersetzt werden, heißt es in dem Vortrag des Magistrats, der jedoch zunächst von der Stadtverordnetenversammlung in ihrer nächsten Sitzung beschlossen werden muss.

Geplant wird der Lückenschluss als kombinierter Geh- und Radweg – Fußgänger sparen sich also künftig auch die 400 Meter und können vom „Sunflower Garten-Center“, am Golfplatz und der Bezirkssportanlage vorbei direkt auf die Kalbacher Hauptstraße gelangen. Die Planung sieht den barrierefreien Ausbau einer Querungshilfe über die Straße „Am Martinszehnten“ in Höhe des Eingangs zum Gartencenter vor. Angestrebt wird eine Mittelinsel, die ausreichend Platz für Fahrradfahrer und Fußgänger bietet. Zudem ist einem Rampenanbindung zum Weg „Am Zedernholz“ geplant.

Dafür ist eine Neuaufteilung des Straßenquerschnittes notwendig. Auf der Nordseite werden der Geh- und Radweg umgestaltet, auf der Südseite wird die Bordsteinkante versetzt. Genau dort steht allerdings der bereits erwähnte Spitzahorn, der nun fallen muss. Schon jetzt stehe er zu nah am Gehweg, durch die Bordsteinverschiebung verringere sich der Abstand zur Straße hin noch mehr, so die Begründung des Magistrats in der Baumfallvorlage.

Sichere Querung

Der Lückenschluss nördlich des Golfplatzes ist jedoch nur eine Forderung, die der Ortsbeirat immer wieder zur Diskussion um die Radwegeverbindung zwischen Nieder-Eschbach und Kalbach bringt. So plädieren die Stadtteilpolitiker auch für eine sichere Querungsmöglichkeit zwischen „Am Zedernholz“ und der stark befahrenen „Kalbacher Hauptstraße“.

Denn dort handele es sich um einen „kritischen Einmündungsbereich“, so die stetige Begründung der Grünen-Fraktion. Zudem werde das Sportzentrum „Am Martinszehnten“ von vielen Sportlern genutzt, die mit dem Fahrrad kommen. Zumindest für die aus dem Norden radelnden Sportler, ist der Weg jetzt sicherer und auch deutlich kürzer.

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