Die Pestalozzischule liegt in unmittelbarer Nähe der Bauarbeiten für den Riederwaldtunnel. Seit Jahren fordert die Schulgemeinde ein Lärmkonzept vom Bauträger.
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Die Pestalozzischule liegt in unmittelbarer Nähe der Bauarbeiten für den Riederwaldtunnel. Seit Jahren fordert die Schulgemeinde ein Lärmkonzept vom Bauträger.

Riederwald: Konzept vorgelegt

Lärmintensive Arbeiten nur in den Ferien

  • vonKatja Sturm
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Pestalozzischule soll unter Maßnahmen für den Riederwaldtunnel möglichst nicht leiden.

Der Betrieb der Frankfurter Pestalozzischule soll unter der Verlegung und Erneuerung der Versorgungsleitungen im Zuge des Verkehrsprojektes "Riederwaldtunnel" möglichst nicht leiden. Projektleiter Jan Moulden von den zuständigen Netzdiensten Rhein-Main, einer Tochter des Energieversorgers Mainova, stellte ein entsprechendes Konzept am Montagabend in der Sitzung des Ortsbeirates 11 vor. Die notwendigen Arbeiten sollen während der Sommer- und Herbstferien 2021 erledigt werden. Zu Abweichungen, schränkte der Experte ein, könne es allein schon witterungsbedingt aber immer kommen.

Zugänge sollen immer gesichert sein

So vermeintlich einfach wie bei den Grundschulklassen gestaltet sich das Vorgehen nicht in allen Bereichen. Sowohl der im Gebäudekomplex untergebrachte Kindergarten als auch der Hort haben teilweise während der Urlaubszeit geöffnet. Moulden sagte zu, die Zugänge seien allein aus Brandschutzgründen jederzeit gesichert; das soll auch für die benachbarten Tennisplätze der Frankfurter Eintracht gelten.

Selbst während der Arbeiten hielten sich die Auswirkungen in puncto Lärm und Vibration in Grenzen. Bagger gehörten zwar zum Tiefbau, "aber wir graben nicht so tief", so Moulden, und verwendeten so weit wie möglich schonendere Methoden. Mit den Firmen, die die Arbeitsmittel liefern, befinde man sich in Gesprächen über lärmemissionsarme Geräte.

Der Anspruch sei darüber hinaus, dass man die ab Mitte November vorgesehenen Maßnahmen so schnell wie möglich, den derzeitigen Plänen nach bis Ende März 2022, erledige. Für den Fall, dass es dennoch zu Beschwerden kommen sollte, werde man das Stadtteilparlament rechtzeitig über die Bauleitung und einen Kontakt zu dieser informieren.

Im Nachgang zur vergangenen Sitzung beschäftigte sich der Ortsbeirat noch einmal mit den bislang für die Polizei reservierten zehn Parkplätzen vor dem früheren siebten Revier in der Pfortenstraße. Claudia Rogalski, die Leiterin der Direktion Nord, hatte zugesagt, man habe die Hälfte davon, darunter einen für Behinderte, an die Stadt abgegeben. "Da ist aber noch nichts passiert", betonte der CDU-Fraktionsvorsitzende Benjamin Wiewiorra.

Seine Partei brachte deshalb einen Antrag an den Magistrat ein, diese Stellplätze entsprechend ausweisen zu lassen. Nach anschließender Diskussion wurde angesichts des "großen Parkdrucks" in Fechenheim eine weiter reichende Forderung einstimmig verabschiedet: Demnach möge man der Polizei nur noch vier Parkplätze lassen, zwei davon für Besucher des übrig gebliebenen Postens im Alten Rathaus, und diese auch nur noch werktags von 8 bis 18 Uhr. Nach einem Jahr soll geprüft werden, ob der Zustand beibehalten oder erneut verändert wird.

Wlan-Hotspots im öffentlichen Raum

Eine knappe Mehrheit fand ein Antrag der Grünen an den Magistrat, Wlan-Hotspots im öffentlichen Raum, vor allem in den Zentren der einzelnen Stadtteile, einzurichten. Gerade durch die Coronavirus-Krise habe man gesehen, so Thomas Dorn, dass Teilhabe im Fall von Internet ein Problem und abhängig von der jeweiligen Einkommenslage sei. Während es in der City Hotspots gebe, "sind wir in den Randbezirken außen vor". Woanders stünden Möglichkeiten in den Stadtteilbibliotheken zur Verfügung. "Aber wir haben ja gar keine eigene mehr."

Sebastian Schugar von der CDU will den Steuerzahler nicht für derartige "Dienstleistungen" zahlen sehen. Sonst müssten auch Fernsehen und Radio kostenlos sein. Zudem könne sich jeder, der ein Handy besitzt, auch einen Vertrag mit entsprechender Verbindung leisten. "Es ist unsinnig, wenn wir über die Steuern den Kiddies das Youtube-Schauen finanzieren." Katja Sturm

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