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Blick die Haenischstraße entlang auf die Pestalozzischule. Rechts der Straße soll eine Lärmschutzwand stehen, links nicht.

Riederwaldtunnel

Elternbeirat fordert Lärmschutzwand für die Pestalozzischule

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Der Elternbeirat der Pestalozzischule fordert für die Zeit des Riederwaldtunnels eine Lüftungsanlage. Auch wollen sie, dass die sechs Meter hohe Lärmschutzwand an der Baugrube über die Haenischstraße hinaus verlängert wird.

In der Debatte darum, wie viel Lärmschutz die Pestalozzischule während des Baus des Riederwaldtunnels benötigt (wir berichteten), meldet sich nun auch der Elternbeirat der Grundschule zu Wort. Die Eltern setzen sich dafür ein, dass „die Schule während der Bauphase des Riederwaldtunnels mit einem adäquaten Belüftungssystem ausgestattet wird“, schreibt die Erste Schulelternbeirätin der Pestalozzischule, Angela Wolf, in einer Pressemitteilung. Außerdem müsse die geplante Lärmschutzwand, die am oberen Rand der Baugrube stehen wird, über die Haenischstraße verlängert werden.

„Unsere Kinder verbringen einen erheblichen Teil ihres Tages im Schulgebäude und halten sich dort auf, um zu lernen. Konzentriertes Arbeiten, Frischluftzufuhr und eine angemessene Lernatmosphäre sind ebenso zu gewährleisten wie der Schutz vor unangemessenem Lärm und Emissionen“, schreibt Wolf. Dies lasse sich während des Baus des Autobahntunnels „nur mit den beiden oben genannten Maßnahmen annähernd umsetzen“.

Grenzwerte überschritten

Hintergrund der Diskussion ist, dass in den geplanten sieben Jahren Bauzeit an zusammengerechnet zweieinhalb Jahren die Lärmgrenzwerte an der Grundschule überschritten werden. Zwar hat Hessen Mobil den Einbau von Schallschutzfenstern zugesichert – die wirken aber nur, wenn sie zu sind und schützen nicht den Schulhof. Die bereits zugesagten Lärmschutzfenster seien „ein erster, richtiger Schritt für bessere Bedingungen“, schreibt Wolf. Sie alleine reichten aber nicht aus.

Nicht einverstanden seien die Eltern laut Wolf mit der Argumentation der Landesstraßenbaubehörde, Hessen Mobil, die Schule könne ja vor Unterrichtsbeginn und in den Pausen „stoßlüften“. „Die baulichen Gegebenheiten lassen das nicht zu.“ In normalen Zeiten sei dies durchaus keine große Herausforderung für die Lehrer, während der Bauphase aber schon.

Findige Planer gesucht

Nicht richtig sei auch, dass die Haenischstraße für den Bau einer Schallschutzwand über sie hinüber gesperrt werden müsse, sagt Wolf. „Findige Planer stellt eine solche Situation nicht vor unlösbare Probleme. Das hier finanzielle Aspekte den ausschlaggebenden Punkt markieren, lässt uns unbeeindruckt.“ Sie spielt darauf an, dass ein Gutachter eine Verlängerung über die Straße hinaus nach Westen aus Kostengründen abgelehnt hatte. Zurzeit schützt die Wand die Schule nur halb. „Wir protestieren so lange, bis wir der Meinung sind, dass unsere Kinder unter vernünftigen Bedingungen ihrem Schulalltag nachgehen können“ und „keine gesundheitlichen Schäden davon tragen“, so Wolf.

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