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Lasst die besinnliche Zeit beginnen

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Von: Alexandra Flieth

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Volles Haus im Saal der Dreikönigsgemeinde: Beim Adventsbasar wurde nicht nur das ein oder andere Weihnachtsgeschenk gekauft, sondern auch gemütlich beisammen gesessen.
Volles Haus im Saal der Dreikönigsgemeinde: Beim Adventsbasar wurde nicht nur das ein oder andere Weihnachtsgeschenk gekauft, sondern auch gemütlich beisammen gesessen. © Rainer Rüffer

Beim Adventsbasar in Christ-König stimmte sich die Gemeinde in Praunheim auf Weihnachten ein

Als Jutta Steinkamp um Punkt 15 Uhr die Tür zum Gemeindezentrum von Christ-König öffnet, warten bereits die ersten Besucher auf Einlass. Vor drei Jahren hat die katholische Gemeinde, die zur katholischen Pfarrei Sankt Marien gehört, zuletzt zu ihrem traditionellen Basar in ihre Räume im Damaschkeanger 156 eingeladen. In diesem Jahr sei recht kurzfristig entschieden worden, die zweitägige Veranstaltung doch noch durchzuführen, erzählt Steinkamp, die mit zu dem dreiköpfigen Organisationsteam gehört. Noch immer sei es wegen der Pandemie nicht einfach, langfristig zu planen. Es habe deswegen auch Unsicherheiten gegeben: „Schließlich wussten wir nicht, wie das mit den Inzidenzen weitergeht. Im Oktober haben wir daher erst mit den Planungen für den Basar begonnen“, erklärt sie.

Viele Helfer packen mit an

Der Basar in Christ-König wird von engagierten Mitgliedern aus der Gemeinde getragen. Rund 50 freiwillige Helfer sind für die Veranstaltung im Einsatz. Sie bereiten in der Küche im Erdgeschoss Schmalz- und Spundekäs’-Brote vor, sie verkaufen Getränke, frische Waffeln und Kuchen, basteln Adventsschmuck oder backen mit den jüngsten Besuchern und deren Eltern leckere Plätzchen. „Die Bereitschaft beim Adventsbasar mitzuhelfen ist unter den Gemeindemitgliedern sehr hoch. Man muss sie nur persönlich ansprechen“, sagt Steinkamp und freut sich über so viel Unterstützung.

Im großen Saal gibt es Selbstgestricktes und -genähtes, Honig aus dem Niddapark oder auch selbstgemachte Dekoration aus Holz. Bei den Anbietern handelt es sich um externe Aussteller, die sich für eine Teilnahme am Adventsbasar beworben haben. Insgesamt zehn Kreative machen mit und haben eine Standgebühr dafür bezahlt. Auch die Gemeinde selbst hat einen Stand, an dem sie unter anderem selbstgebackene Plätzchen, Lebkuchen-Häuschen oder Adventskränze verkauft. Dieser ist im langen Flur des Gemeindehauses aufgebaut.

Der Gesamterlös aus dem Verkauf von Essen und Getränke, den Einnahmen des gemeindeeigenen Standes sowie den Standgebühren der externen Aussteller soll zum einen der seit langem in Christ-König bestehenden Guatemala-Hilfe sowie dem Gemeindezentrum selbst zugutekommen. „Wir möchten den Clubraum renovieren“, sagt Steinkamp. Unterstützt wird das Ganze auch durch jeweils einen Auftritt des Kinder- und Männerchores von „Sound of Praunheim“.

Leckere Freuden mit Teig und Stechformen

Während sich der große Saal mit Besuchern füllt, so dass an den dort aufgestellten Bänken und Tischen kein Platz mehr frei ist, rollen Kinder im Clubraum im ersten Stock Teigklumpen zu einem flachen Fladen aus. Ausstechförmchen liegen bereit und werden eifrig genutzt. Schließlich sollen aus dem Teig leckere Weihnachtsplätzchen gemacht werden. Möglichst viele auf einmal, wenn es geht.

Der sieben Jahre alte Moritz hat den Dreh schon raus. Das vor ihm liegende und mit Backpapier ausgelegte Blech füllt er nach und nach mit Plätzchen in Tannenbaum- oder Sternform. Mit einem schwarzen Stift schreibt er seinen Namen auf das Backpapier, damit am Ende jedes Plätzchenblech auch dem jeweiligen Kind wieder zugeordnet werden kann. Ausgebacken werden die süßen Leckereien in der Küche im Erdgeschoss oder im Backofen im Clubraum.

„Wir haben rund drei Kilo Teig vorbereitet“, sagt Claudia Dolibasic. Gemeinsam mit Christopher und Viviana Jüngel, hat sie die Plätzchenbackaktion vorbereitet, die bei den Kindern sehr gut ankommt. „Rund zehn Minuten müssen die Plätzchen in den Ofen, danach können sie noch mit Zuckerguss und bunten Streuseln verziert werden.“ Während Noah (4) mit Unterstützung seiner Mama Rebekka Striebel bereits ein ganzes Blech zum Backen vorbereitet hat und es bei Claudia Dolibasic zum Backen abgibt, sitzt der gleichaltrige Konstantin mit seiner Mama Bettina Bening am Tisch und knetet den Teig. Auf die Frage, was ihm den am Plätzchenbacken am meisten Spaß mache, antwortet der Knirps: „Das Essen!“ und widmet sich wieder dem vor ihm liegenden Teig.

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