Lea Wagner moderiert die HR-Sendung "Heimspiel" und ab Ende des Jahres die Skisprungübertragungen bei der ARD.
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Lea Wagner moderiert die HR-Sendung "Heimspiel" und ab Ende des Jahres die Skisprungübertragungen bei der ARD.

Neben Sven Hannawald

Frankfurter Sportmoderatorin ist am Ziel ihrer Träume – Lea Wagner kommt zur ARD

  • vonEnrico Sauda
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Die Frankfurter Sportmoderatorin wird im Winter gemeinsam Skispringerlegende Sven Hannawald im Ersten zu sehen sein.

Alle freuen sich auf den Sommer. Lea Wagner auch, aber noch mehr freut sie sich auf den Winter, denn sie wird die Skisprungübertragungen gemeinsam mit Skispringerlegende Sven Hannawald im Ersten moderieren. Bis dahin ist sie noch in Frankfurt beim Hessischen Rundfunk aktiv. Denn sie gehört zum Moderatorenteam der Sportsendung "Heimspiel" - am Montag, 17. Mai, ist sie wieder zu sehen. Der Sport wurde ihr sozusagen in die Wiege gelegt: Die 26-Jährige ist Tochter des ehemaligen Fußball-Profis David Wagner , der auch bei Mainz 05 spielte und vergangenes Jahr Trainer auf Schalke war. Enrico Sauda sprach mit ihr übers Moderieren, ihren Werdegang und ihre Träume.

Sie sind die neue Moderatorin beim "Heimspiel" - wie sind Sie zu diesem Job gekommen?

Ich moderiere schon seit 2018 diverse Sportsendungen. Unter anderem SWR Sport BW (ehemals "Sport im Dritten"), dann kam SWR Sport RP (ehemals "Flutlicht") in Rheinland-Pfalz dazu. Marcus Augustin, HR-Sportchef, hatte sich mit dem SWR Sportchef Harald Dietz ausgetauscht, weil der HR eine Stelle neu zu besetzen hatten.

Frankfurt: Neue „Heimspiel“-Moderatorin kommt aus der Mainmetropole

Und Sie haben spontan zugesagt?

Es gab ein Casting, der Sender hat sich verschiedene Moderatorinnen angeschaut. Ich war nach dem Casting absolut überzeugt - ich will das machen. Ich finde das "Heimspiel"-Konzept einfach großartig, weil es mir als Moderatorin unglaubliche Freiräume gibt, die du in einer ,normalen' Talkshow sonst so nicht wirklich hast.

Kannten Sie "Heimspiel" schon?

Ja, ich kannte die Sendung schon in ihrem früheren Format. Die kannte selbst mein Vater schon. Im neuen Format habe ich sie erst zweimal gesehen - noch in der kleinen Kneipe. Doch dann kam Corona und sie mussten umziehen.

Sie sind Journalistin geworden, weil...

Ich mit 15 keine Ahnung hatte, was ich machen sollte. Dann kam ein Schülerpraktikum zur Orientierung. Durch meinen Vater habe ich in die Sportredaktion des SWR reinschnuppern können.

Das hat Eindruck hinterlassen.

Ich war geflasht. So hin und weg.

Von was genau?

Von diesem morgens losziehen, drehen, mit den Leuten sprechen, sie kennenzulernen, die Beiträge zu schneiden und abends auf dem Sofa zu sitzen und im Fernsehen zu verfolgen, was ich den Tag über getan habe. Du arbeitest nicht monatelang ins Blaue hinein, sondern du siehst dein Produkt fast sofort. Das ist das Wunderbare an diesem Beruf.

Frankfurt: Das bedeutenste Interview von Lea Wagner

Warum wollten Sie unbedingt Moderatorin werden?

Wollte ich gar nicht. Ich war sehr, sehr lange Autorin. War Reporterin und habe als Mazerin gearbeitet als Studentin, die die Kommentatoren von Spielen unterstützt und ihnen zugearbeitet. Schon während meines Volontariats bei der rt1 Media Group kam ich an eine Sendung als Moderatorin. Und irgendwann fragte Harald Dietz an, holte mich zurück zum SWR. Und ein paar Wochen später teilte er mir mit, dass sie mir zutrauten, vor der Kamera zu stehen.

Was war denn das bedeutendste Interview, das Sie geführt haben?

Das wurde ich schon einmal gefragt. Aber ich kann keins herausheben. Faszinierend fand ich Friedhelm Funkel, weil er bei all den Menschen, die ich in der Fußballwelt schon kennengelernt habe, einen sehr ausgeruhten, gelassenen und reflektierten Eindruck gemacht hat.

Gibt es Kollegen, von denen Sie gern lernen?

Ja, klar. Da gibt es einige. Etwa Matthias Opdenhövel, weil er das Ganze mit einer großen Portion Witz und Charme macht und viel Persönlichkeit mit reinbringt. Aber auch Alexander Bommes, der eine ganz besondere Art hat, zu moderieren. Sie bringen ihre Persönlichkeit mit ein, das schaue ich mir gerne an.

Als Sportmoderatorin treiben Sie auch selbst Sport. Fußball ist es aber nicht.

Ich bin Skifahrerin, seitdem ich zweieinhalb Jahre alt bin. Und ich bin Beach-Volleyballerin. Deshalb liebe ich auch den Sommer sehr.

ARD Sportschau Wintersport: Für Lea Wagner aus Frankfurt erfüllt sich ein Traum

Haben Sie einen Traum?

Ich hatte einen: für die ARD Sportschau Wintersport moderieren zu dürfen. Und es war Wahnsinn, dass der sich so schnell erfüllt hat. Das muss ich jetzt noch realisieren. Schon als Kind habe ich vor dem Fernseher gesessen, Skispringen geschaut und gedacht: Die sind doch verrückt.

Was ist denn Ihr nächstes Ziel?

Diese Wintersport-Moderation wirklich gut zu machen.

Hatte Ihr Vater Einfluss auf ihre Laufbahn?

Ja. Absolut. Er hat mir den Einstieg sehr erleichtert. Durch seine Kontakte kam ich mit 15 zu diesem Praktikum. Daraus ergaben sich dann weitere Möglichkeiten, zu überzeugen, den Leuten zu zeigen, was ich kann.

Sind Sie auch an außergewöhnliche Interviewpartner gekommen durch die Hilfe Ihres Vaters?

Nein. Da sind die Sportredaktionen sehr gut aufgestellt, haben seit Jahrzehnten Kontakte aufgebaut und Netzwerke erstellt. (Interview: Enrico Sauda)

Schon als Kind fand Hülya Deyneli TV-Nachrichten spannend. Nun ist sie die Neue in der Hessenschau und verrät: „Ich bin aufgeregt“.

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