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Hilfe für behinderte Kinder

Leberecht unterstützt einen Spielplatz für alle

  • vonAlexandra Flieth
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Die Stiftung hilft bei der Finanzierung eines inklusiven Freizeitareals. Künftig können dort Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen zusammen spielen.

Frankfurt -Noch spielen auf der Grünfläche an der Wächtersbacher Straße keine Kinder. Das Gelände in Frankfurt-Fechenheim, das zwischen einer Wohnsiedlung, der vielbefahrenen Straße und dem daran angrenzenden Gewerbegebiet gegenüber Kaufland liegt, wird derzeit zu einem kleinen Spieleparadies für Mädchen und Jungen umgebaut. Bauherr ist das Grünflächenamt; geplant wurde der neue Spielplatz von dem Frankfurter Landschaftsarchitekten Albrecht Schaal vom Planungsbüro "Grün³".

Die Arbeiten sind derzeit im vollen Gang, doch das Ende ist abzusehen. Der Blick hinter die aufgestellten Bauzäune verspricht schon jetzt, dass der dort entstehende Spielplatz mit einer Gesamtfläche von 2300 Quadratmetern inklusive Rasen- und Wiesenflächen zu einem Ort der Kommunikation und des Austausches für Jung und Alt werden kann, vor allem für die Kinder und Bewohner aus der angrenzenden Siedlung und der Umgebung.

Bevor die Neugestaltung Anfang September dieses Jahres startete, wurden die Anwohner befragt, was sie sich wünschen. Möglich wurde die Befragung durch eine Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagement der Diakonie für Fechenheim im Frankfurter Programm "Aktive Nachbarschaft". Das Ergebnis: Es sollte etwas für Kinder, ältere Menschen und Familien geschaffen werden. Das Thema Inklusion wurde bei der Gestaltung des Geländes mitgeplant. Einen großen Teil nimmt mit einer Fläche von 750 Quadratmetern ein Inklusiv- und Kleinkindspielbereich ein, der von der Leberecht-Stiftung der Frankfurter Neuen Presse und ihrer Regionalausgaben mit einem Betrag von 50 000 Euro mitfinanziert wurde. Künftig können dort Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen zusammen spielen.

Seit mehr als 70 Jahren setzt sich die Leberecht-Stiftung für behinderte und benachteiligte Kinder und Jugendliche ein. Den Mittelpunkt des Inklusiv- und Kleinkindspielbereiches bildet ein großer Kletterkomplex aus naturgewachsenem, unbehandeltem und geschliffenen Robinienholz, das wie das Fort einer Burg barrierefrei erklommen und erkundet werden kann - auch für Kinder, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind.

"Das Thema Inklusion ist ein weiter Begriff und es ist nicht nur auf den barrierefreien Zugang mit dem Rollstuhl beschränkt", sagt David Weidmann vom Grünflächenamt, der das Projekt betreut. Es bedeute zum Beispiel auch, dass Großeltern, die gemeinsam mit ihren Enkeln spielen wollen, die Spielelandschaft zusammen entdecken können", erklärt Weidmann weiter.

Um wieder von dem Kletterkomplex des Inklusiv- und Kleinkindbereiches hinunter zu gelangen, können die Knirpse unter anderem den Weg über zwei Rutschen nehmen. Eine davon kann auch von Mädchen und Jungen mit körperlichen Beeinträchtigungen genutzt werden. Diese ist nicht nur extra breit, sondern ermöglicht einen sicheren Aufstieg für Kinder, die im Rollstuhl sitzen. Sie können bis an die Rutsche herangefahren werden. Eine eigens davor gebaute Fläche unterstützt das Umsetzen des Kindes vom Rollstuhl auf die Rutsche. Direkt neben dem Spielgerät ist eine Rampe mit Treppe angebracht, die es Eltern, Großeltern und Begleitern möglich macht, den Rollstuhl wieder vom oberen Teil des Kletterkomplexes nach unten zu fahren. Weitere Spielgeräte für die Jüngsten wie Federtiere zum Wippen oder eine Nestschaukel sollen folgen.

Eine weitere Besonderheit wird die Bobbycar-Bahn sein, die sich rund um den Inklusiv- und Kleinkindspielbereich zieht. Zwischen dem Klettergerüst und der noch zu asphaltierenden Bahn sind teils Natursteine in den Boden eingelassen. An den Rändern stehen große Findlinge, die zum Verweilen und Sitzen einladen. Die Fläche um das Klettergerüst herum ist mit Sand, Holzhäckseln und einem Fallschutz-Belag aus Kunststoff gestaltet.

Der inklusive Spielbereich soll wie eine Insel extra eingezäunt werden - zum Schutz und aus hygienischen Gründen. Trotz dieser Einzäunung können Eltern von dort aus ebenso den größeren Nachwuchs im Blick behalten. Denn auch an ältere Kinder wurde bei der Planung gedacht: Auf dem weiteren Gelände gibt es ein Spielgerät zum Klettern, zudem eine Seilbahn. Die Kosten für die gesamte Baumaßnahme inklusive Planungen beziffert Weidmann auf 440.000 Euro. Wenn alles klappt, soll der Spielplatz zum Jahreswechsel fertiggestellt sein.

Hilfe für behinderte und benachteiligte Kinder

Seit 70 Jahren macht sich die gemeinnützige Leberecht-Stiftung stark für behinderte und benachteiligte Kinder und Jugendliche und ihre Eltern. Hinter der Stiftung stehen Mitarbeiter dieser Zeitung. Sie setzen sich ehrenamtlich für Projekte aus unserem Verbreitungsgebiet ein. Es entsteht dabei nur ein geringer Verwaltungsaufwand. Weitere Infos unter leberecht-stiftung.de .

Wir bitten Sie um eine Spende für unsere Projekte:

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