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16.05.2018, Hessen, Frankfurt am Main: Ein Tora-Schild, dass im Nachkriegsinventar des Historischen Museums gefunden wurde, steht in der Ausstellungen "Gekauft, gesammelt, geraubt? Vom Weg der Dinge ins Museum" im Museum Judengasse. Das Historische Museum, das Museum für Angewandte Kunst, das Museum Judengasse und das Weltkulturen-Museum thematisieren in den Ausstellungen die Spuren des "legalisierten Raubs" in ihren Sammlungen. Foto: Fabian Sommer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ausstelungsprojekt

„Legalisierter Raub”: Museen gehen Spuren der NS-Zeit nach

In einem ungewöhnlichen Ausstellungsprojekt dokumentieren vier Frankfurter Museen die systematische Ausplünderung der jüdischen Bevölkerung während des Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945.

In einem ungewöhnlichen Ausstellungsprojekt dokumentieren vier Frankfurter Museen die systematische Ausplünderung der jüdischen Bevölkerung während des Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945. Sie gehen vor allem den Spuren des „legalisierten Raubs” in den Sammlungen der einzelnen Museen und in den privaten Haushalten nach.

Bei dem Vorhaben kooperieren das Historische Museum, das Jüdische Museum, das Museum für Angewandte Kunst und das Weltkulturen Museum. Die Ausstellungen, die teilweise zeitversetzt zu sehen sind, beginnen im Historischen Museum und dem Museum Judengasse am 17. Mai und dauern dort zum 14. Oktober.

Das Historische Museum widmet sich in seiner Schau „Geerbt. Gekauft. Geraubt?” auch der Frage der NS-Vergangenheit von Alltagsdingen wie von Schmuck oder Möbelstücken. Bürger konnten Gegenstände einreichen, über deren Herkunft (Provenienz) sie sich nicht sicher waren. „Der legalisierte Raub fand in allen gesellschaftlichen Bereichen statt”, sagte am Mittwoch Kuratorin Angela Jannelli.

(dpa)

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