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Frankfurt: Händler verfolgen auf ihren Monitoren im Handelssaal der Börse die Kursentwicklung.

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Dax legt dank guter Vorgaben weiter zu

Die Gewinne an den großen Übersee-Börsen haben dem Dax weiter Auftrieb gegeben. In der ersten Handelsstunde stieg der deutsche Leitindex um 0,49 Prozent auf 12.557,26 Punkte.

Die Gewinne an den großen Übersee-Börsen haben dem Dax weiter Auftrieb gegeben. In der ersten Handelsstunde stieg der deutsche Leitindex um 0,49 Prozent auf 12.557,26 Punkte.

Damit knüpfte er an seine jüngst freundliche Tendenz an, die ihm am Freitag einen Wochengewinn von anderthalb Prozent eingebracht hatte.

Als wichtigen Faktor für die positive Kursentwicklung sah Analyst Milan Cutkovic vom Broker Axitrader neben den Nachwirkungen des guten US-Arbeitsmarktberichts vom Freitag die Hoffnung auf starke Unternehmenszahlen aus den Vereinigten Staaten in der anstehenden Berichtssaison.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen rückte am Montagvormittag um 0,68 Prozent auf 26.135,20 Punkte vor, der Technologiewerte-Index TecDax gewann 0,92 Prozent auf 2788,43 Zähler. Beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stand ein Plus von 0,64 Prozent auf 3470,43 Punkte zu Buche.

An der Wall Street, die vor dem Wochenende fester geschlossen hatte, zeichneten sich weitere Gewinne ab. Zudem erholten sich die asiatischen Märkte, nachdem sich der Handelsstreit zwischen den USA und China übers Wochenende zumindest nicht zusätzlich verschärft hatte. „Es ist aber noch immer die Angst vorhanden, dass US-Präsident Trump die zweite Runde des Handelsstreit einläutet”, warnte Cutkovic.

Ein Thema bleibt auch der Brexit. Nach der Einigung im britischen Kabinett wächst die Kritik an dem Kompromiss zum geplanten EU-Austritt von Premierministerin Theresa May. Vertretern der Wirtschaft im In- und Ausland und der Opposition gehen die Vorschläge nicht weit genug. Weiterer Druck kommt durch den Abgang des Brexit-Ministers David Davis.

Im Dax zollten die Energieversorger-Titel nach Anfangsgewinnen ihrer jüngsten Kursrally Tribut. RWE-Papiere verloren trotz positiver Analystenkommentare 0,50 Prozent, während Eon-Aktien als Schlusslicht um 0,68 Prozent zurückfielen.

Bei der Lufthansa verteuerten sich die seit dem Jahresbeginn schwachen Anteilsscheine der Fluggesellschaft trotz leicht steigender Ölpreise um 2,59 Prozent. Die Vorzugsaktien von Volkswagen traten mit plus 0,04 Prozent auf der Stelle, womit sie dem Markt klar hinterher hinkten. Hier bremsten weitere Probleme durch die neuen Regeln für Abgastests: Bei dem Autobauer dürfte die Durststrecke durch tausendfache Nachprüfungen und gestoppte Bänder wegen der neuen Regeln deutlich länger dauern als zunächst gedacht.

(dpa)

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