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Barbara van de Loo und Ehemann Georg Poppke von der Initiative freuen sich über den Zuspruch beim ?Kunterbunten Dinner?.

Initiative „L(i)ebenswertes Eschersheim“

L(i)ebenswertes Eschersheim

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Die 2013 gegründete Initiative „L(i)ebenswertes Eschersheim“ möchte mit Veranstaltungen wie einem „Kunterbunten Dinner“ Möglichkeiten schaffen, sich kennenzulernen und zu vernetzen. Und will mit verschiedenen Ideen den Stadtteil beleben.

Mehrere Tische sind bunt eingedeckt und auf der Wiese vor dem Wasserturm zu einer langen Tafel zusammengestellt. Möglichst viele Menschen aus dem Stadtteil sollen hier Platz nehmen, sich kennenlernen und miteinander ins Gespräch kommen. Es ist eine Einladung zum „Kunterbunten Dinner“. Die Idee hierzu geht zurück auf die im Frühjahr 2013 gegründete Initiative „L(i)ebenswertes Eschersheim“, die das Ereignis organisiert.

Die Initiatoren, zu denen Barbara van de Loo und ihr Mann Georg Poppke gehören, möchten hiermit ein Angebot zur Begegnung schaffen und den Stadtteil beleben. „Jeder bringt etwas zum Essen und zum Trinken mit, wir haben eine Band organisiert, die für die Musik sorgt“, erzählt van de Loo. Unterdessen packt sie eine große Schale mit frischen Erdbeeren aus, sie hat zudem noch Hähnchenschenkel mitgebracht und eine Art Tortilla und stellt alles auf einen der Tische.

Immer mehr Menschen kommen mit Körben, gefüllt mit Speisen und Getränken, auf die Wiese. Die Lebensmittel werden verteilt. Viele Besucher haben von dem „Kunterbunten Dinner“ gelesen – die Initiative hatte Flyer verteilt und Aushänge gemacht – und finden die Idee schön. So auch Helga Haire. „Ich denke, dass es in der Stadt wichtig ist zu überlegen, wie man auf andere Menschen zugehen kann“, sagt sie. Die Initiative mache sich hierzu viele Gedanken und bringe mit ihren Angeboten Menschen zusammen. Und tatsächlich kommen die Leute schnell ins Gespräch, obwohl sich viele vorher nicht kannten. Gut 80 Teilnehmer zählt van de Loo und freut sich.

„Beim ersten Mal haben wir zu einer Bürgerversammlung eingeladen und gemerkt, dass das Interesse der Menschen an Begegnungsmöglichkeiten groß ist“, sagt Georg Poppke. „Die Initiative möchte erreichen, dass Menschen sich miteinander vernetzen können“, fügt van de Loo hinzu. Auch möchten die beiden dazu anregen, darüber nachzudenken, was im Stadtteil vielleicht verbessert werden und wie sich jeder an der Umsetzung einer Idee beteiligen kann.

„Derzeit engagieren sich zwischen 14 und 20 Personen aktiv in der Initiative“, erzählt van de Loo. Ohne dieses Engagement könnten Veranstaltungen wie das „Kunterbunte Dinner“ nicht auf die Beine gestellt werden. Sie selbst lebt seit 1977 in Eschersheim und kennt den Stadtteil, der ihr so am Herzen liegt, bestens. Die Sorge, dass es am Abend des Dinners noch regnet, hat sie mittlerweile nicht mehr. „Sollte es dennoch so sein, so können wir bei den Studenten der Moeno-Franconia auf dem Gelände des Wasserturms einkehren“, sagt sie.

Unterdessen gibt es keinen freien Platz mehr an der Tafel, weitere Besucher wissen sich aber zu helfen. Sie haben Decken mitgebracht und machen aus dem Dinner ein Picknick auf der Wiese. Die Veranstaltung kommt sichtlich gut an. „Als wir als Initiative angefangen haben, hatten wir zunächst keinen Raum, in dem wir uns treffen konnten“, schildert van de Loo. Durch die Vermittlung von Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) hat die Initiative einen Raum bekommen. An jedem vierten Mittwoch im Monat um 19 Uhr treffen sie sich in der Bibliothek im Haus der Rothschild’schen Stiftung in der Fontanestraße 1.

Daneben organisiert die Initiative jeden zweiten Donnerstag einen Dämmerschoppen und lädt zudem zu wöchentlichen Spaziergängen ein. Sie initiiert Ausflüge und Erzählcafés, in denen Eschersheimer Geschichten im Mittelpunkt stehen, außerdem Stadtteilführungen und Musikveranstaltungen. „Wir möchten die Identifikation mit dem Stadtteil fördern“, betont Barbara van de Loo.

Auf ihrer Internetseite stellt die Initiative zudem nicht nur ihre eigenen Termine bereit, sondern bringt dort auch die Veranstaltungen von Vereinen und Gemeinden aus dem Stadtteil zusammen. Nutzer bekommen so einen Überblick.

Infos gibt es im Internet unter .

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