Eschersheimer Lindenkönigin

Die Lindenkönigin macht weiter

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Als Repräsentantin von Eschersheim ist die Lindenkönigin nicht nur im Stadtteil viel unterwegs. Im Oktober fährt sie mit dem Jugendchor Eschersheim nach Barcelona. Dafür hat „Jennifer I.“ nun ihre Amtszeit verlängert.

Die Zeiten, in denen die Eschersheimer Lindenkönigin noch in einer großen Bühnenshow vom Publikum gewählt wurde, sind vorbei. „Zum Glück“, sagt Jennifer Kauß, die das Amt seit zwei Jahren für den Jugendchor Eschersheim ausübt. Denn sonst hätte sich „Jennifer I.“ vielleicht gar nicht für den Titel beworben, dessen Ausübung ihr jetzt so viel Spaß macht: „Man kommt unheimlich viel rum und lernt tolle Leute kennen.“

Darum hat sie sich nun auch kurzerhand entschieden, ihre Amtszeit um weitere zwei Jahre zu verlängern. „Die letzten beiden Jahre sind wirklich schnell vorbeigegangen. Zu schnell für meinen Geschmack.“ Erlebt hat sie dennoch so einiges in den beiden Jahren: „Ich war mit den anderen Frankfurter Königinnen bei der Eröffnung der Dippemess’, wurde von Amts-Kolleginnen aus Sachsenhausen, Bad Vilbel und Bad Homburg zu Festen eingeladen und war beim Empfang des Ministerpräsidenten im Schloss Biebrich in Wiesbaden zu Gast.“ All ihre Erlebnisse hat sie in ihrem Königinnenbuch – einer Art Poesiealbum – festgehalten.

Im Oktober kann die 25-Jährige darin die nächste spannende Geschichte notieren: Dann geht es für Kauß in ihrer Eigenschaft als Lindenkönigin erstmals nach Spanien, um bei einer Gastspielreise des Jugendchors Eschersheim die Gastgeschenke zu überreichen – und bei der Gelegenheit auch gleich im Chor mitzusingen, wo sie seit gut zwei Jahren Mitglied ist. Der hat das Amt der Lindenkönigin vor gut 20 Jahren ins Leben gerufen.

Das Amt, das zwischenzeitlich vom Arbeitskreis Eschersheim besetzt wurde, ist seit 2013 wieder in den Händen des Chores und damit auch Aufgabe des Chorleiters Hans-Dieter Kreis. Der rief eine Jury zur Bestimmung der Lindenkönigin ins Leben, um die Bewerbungen wieder etwas anzukurbeln. Auf die Bühnenshow mit Bikini-Runde hatte in den vergangenen Jahren nämlich nicht nur Jennifer Kauß keine große Lust gehabt. Mit ausgewählt haben die Lindenkönigin etwa auch Ortsvorsteher Friedrich Hesse (CDU) und sein Stellvertreter Rachid Rawas (SPD).

Dass sie dabei die richtige Entscheidung getroffen haben, daran hat Kreis nie gezweifelt. „Jennifer hat in den vergangenen zwei Jahren viel mehr gemacht, als sie musste. Sie war bei Wind und Wetter bei Festen unterwegs und hat dabei nie ihr Lächeln verloren.“ Das imponiert ihm. Auch Chorsprecher Alexander Kamp gibt ihm Recht: „Genau das ist es, was der Stadtteil braucht: ein markantes und wiedererkennbares Gesicht als Botschafterin von Eschersheim. Deshalb ist es uns eine besondere Freude, dass Jennifer I. diesen ehrenvollen Job wieder macht.“

Offiziell ihr Amt verlängern wird Jennifer I., die im echten Leben gerade mit ihrem Referendariat zur Grundschullehrerin fertig geworden ist, beim Eschersheimer Dorffest rund um die Emmauskirche. Das Fest wird sie am Freitag, 24. Juli um 19 Uhr gemeinsam mit dem hessischen Wirtschaftsminister Boris Rhein (CDU) eröffnen und steht samstags ab 17 Uhr dort zur Autogrammstunde zur Verfügung. Zum Festprogramm gehören außerdem Auftritte von namhaften Schlagergrößen wie Markus Wohlfahrt und den „Cappuccinos“.

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