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Dass die AfD in den Hessischen Landtag einzieht, kommt bei linken Gruppierungen nicht gut an. Gestern gingen sie deshalb auf die Straße.

Kundgebung

Linke Aktivisten ziehen durch die Stadt und schreien Parolen gegen die AfD

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Die AfD ist mit mehr als 13 Prozent in den Hessischen Landtag eingezogen. Dagegen protestierten gestern linke Aktivisten mit einem Marsch vom Kaisersack zum Opernplatz.

„Ganz Frankfurt hasst die AfD“ und „Ob Ost, ob West, nieder mit der Nazi-Pest“ schallte es gestern durch die Straßen im Bahnhofsviertel und der Innenstadt. Rund 800 Teilnehmer waren dem Aufruf der bundesweiten Kampagne „Nationalismus ist keine Alternative“ gefolgt und demonstrierten gegen den Einzug der Alternative für Deutschland (AfD) in den Hessischen Landtag. Nach Angaben der Polizei gab es keine Zwischenfälle, die Demonstration verlief friedlich.

Allerdings hatte sich der Zug mit gut einer Viertelstunde Verspätung in Bewegung gesetzt. Weil sich nämlich kein Anmelder der Spontandemonstration beim Einsatzleiter der Polizei an Ort und Stelle gemeldet hatte, ließ dieser die linken Aktivisten zunächst ausharren. Um 20.20 Uhr gab es dann schließlich grünes Licht. Über die Kaiserstraße und Neue Mainzer Straße liefen die Teilnehmer zum Opernplatz, wo sich die Demonstration dann allmählich auflöste.

Die Demonstration gegen die AfD gestern wird nicht die letzte der Kampagne gewesen sein. Schon am Freitag hatte deren Sprecher Tim Brym angekündigt: „Wenn wir am Wahlabend auf die Straße gehen müssen, kann dies nur der Auftakt für eine längerfristige antifaschistische Intervention sein.“ Und: „Wir müssen uns darauf einstellen, dass im Windschatten der AfD auch die Militanten der extremen Rechten Aufwind bekommen.“

„Nationalismus ist keine Alternative“ ist eine bundesweite, dezentrale, antifaschistische und antirassistische Kampagne, die sich zum Ziel gesetzt hat, den Rechtsruck in Deutschland und die Abschottung Europas zu bekämpfen. Dazu wurden seit Anfang 2016 bereits vielfältige Aktionen initiiert. Ob die Farbattacke vom vergangenen Mittwoch auf das Konto der Kampagne geht, ist unklar, Unbekannte hatten das Haus der ehemaligen CDU-Politikerin und AfD-Sympathisantin Erika Steinbach beschmiert.

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