Enttäuschung von Goalie Brett Jäger
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Enttäuschung von Goalie Brett Jäger

Löwen Frankfurt

Löwen bringen gegen Freiburg die Führung nicht über die Zeit

Das nennt man wohl einen Gegner auf die leichte Schulter nehmen. Denn trotz einer 4:1-Führung nach 26 Minuten unterlagen die Löwen Frankfurt in der DEL2 gestern gegen den Tabellenzehnten Freiburger Wölfe noch mit 4:5 (3:1, 1:3, 0:1).

Das Eishockey-Spiel begann vor 4500 Besuchern verhalten, zwei Minuten tat sich fast nichts. Denn entwickelte sich zwischen Minute drei und acht ein munterer Schlagabtausch, in dem beinahe jeder Schuss ein Treffer war. Zunächst brachte Christian Billich die Gäste in Führung, doch Richard Mueller glich keine Minute später aus, als er aus vollem Lauf auf halbrechts mit seiner rechten „Klebe“ abzog. Dank zweier Treffer der Top-Reihe um Topscorer Matthew Pistilli gingen die Löwen mit einer Zwei-Tore-Führung in die erste Pause, nachdem zuerst Nils Liesegang (6.) einen Nachschuss unterbrachte und schließlich sich Torjäger Pistilli vor dem Torraum durchsetzte.

Die Löwen schienen im Mittelabschnitt zunächst dort anzuknüpfen, wo sie im ersten Drittel auf gehört hatten. Im Powerplay brachte Christoph Gawlik brachte die Scheibe mit einem „Chip“ aus dem rechten Bullykreis aufs Tor, Keeper Lukas Mensator konnte den Puck nicht kontrollieren und ließ ihn in den Torraum abtropfen, wo Clarke Breitkreuz sie über die Linie stocherte. Nach dieser klaren Führung schlich sich allerdings eine gewisse Nachlässigkeit ein, nicht unüblich bei den Löwen.

Ehe sie sich versahen, stand es plötzlich 4:4. Dabei kamen die Wölfe durch einen kuriosen Treffer Jannik Herms wieder ins Spiel, als die Scheibe nach einem eigentlich weit verfehlten Schuss vom Plexiglas auf den Schläger fiel (28.). Beim 4:3 eroberte Radek Duda in der eignenen Zone den Puck und schickte Petr Haluza auf die Reise, der die diesmal wieder größeren Lücken in der Defensive nutzte. Schließlich war es erneut Christian Billich, der in Überzahl am langen Pfosten freistehend ausgleichen konnte.

Löwen-Coach Paul Gardner hatte vor der Partie noch gewarnt: „Wir dürfen nicht am Freitag schon an das Derby am Sonntag bei den Kassel Huskies denken.“ Doch offensichtlich spukte diese ja immer besondere Partie nach der schnellen und klaren Führung durch einige Köpfe. Und wenn einmal der Wurm drin ist, dann bei allen.

Denn als Freiburgs Steven Billich in der 50. Minute zu seinem eigenen Nachschuss ansetzte, schob sich Löwen-Tormann Brett Jaeger den Puck praktisch selbst in den Kasten. Obwohl noch fast zehn Minuten Zeit war, langte es dieses Mal nicht zu einer Aufholjagd. Damit ist der Vorsprung auf Kassel vor dem Derby auf fünf Punkte zusammengeschmolzen.

(goh)

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