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Lufthansa erhöht die Preise deutlich: Steigende Kosten durch Ukraine-Krieg

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Von: Kerstin Kesselgruber

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Den Ukraine-Krieg und die steigenden Energiekosten bekommen nun Flugreisende zu spüren: Die Lufthansa erhöht ihre Preise. Das betrifft auch den Flughafen Frankfurt.

Frankfurt – Benzin wird teurer, Diesel auch und Heizen ohnehin. Dass der Ukraine-Krieg sich nun auch direkt in den Flugpreisen niederschlägt, dürfte angesichts der aktuellen Lage nur wenige überraschen. Doch trotzdem werden Reisende wohl erstmal schlucken, wenn sie spürbar mehr für ihre Flüge bezahlen müssen. Denn wie Focus Online unter Berufung auf Branchenkreise berichtet, erhöht die Lufthansa ihre Preise deutlich.

Passagierinnen und Passagiere in der First Class müssten laut Focus bis zu 200 Euro mehr für den Hin- und Rückflug auf der Langstrecke bezahlen. In der Business-Class seien es 100 Euro, in der Premium-Economy-Class 50 Euro und in der Economy-Class 30 Euro. Die Preiserhöhungen würden auch für Schwester- und Tochterunternehmen der Lufthansa gelten, wie etwa für Austrian Airlines, Eurowings Discover und Swiss Air. Das betrifft natürlich auch das Lufthansa-Drehkreuz Flughafen Frankfurt*.

Die Lufthansa erhöht ihre Preise. Das betrifft auch den Flughafen Frankfurt.
Die Lufthansa erhöht ihre Preise. Das betrifft auch den Flughafen Frankfurt. © Arnulf Hettrich/Imago

Auf Nachfrage teilt die Lufthansa dazu lediglich Folgendes mit: „Grundsätzlich werden unsere Preise durch Angebot und Nachfrage bestimmt.“ In der Luftfahrtbranche seien deren Auswirkungen in Verbindung mit dem Wettbewerb besonders hoch. „Die Lufthansa Group Airlines werden das Markt- und Wettbewerbsverhalten auch weiterhin beobachten und bei Bedarf entsprechende Anpassungen vornehmen.“

Flughafen Frankfurt: Lufthansa muss wegen Ukraine-Krieg Umweg fliegen, Preise steigen

Der Lufthansa-Konzern hatte seine Kundinnen und Kunden bereits Anfang März auf steigende Ticketpreise vorbereitet. Wichtige Treiber seien der Ölpreis sowie steigende Gebühren an Flughäfen und bei den Flugsicherungen, sagte Finanzvorstand Remco Steenbergen damals.

Zudem haben die Europäische Union und Russland wegen des Ukraine-Kriegs ihre Lufträume für Fluggesellschaften der jeweils anderen Seite gesperrt. Für Airlines wie Lufthansa bedeutet das, dass Fernost-Maschinen nach China, Japan und Korea langwierige Ersatzrouten im Süden nehmen müssen. Das verbraucht zusätzliches Kerosin – und das ist teuer. Dabei hatte die Lufthansa wegen der hohen Nachfrage an Ostern erst kürzlich optimistisch Sonderflüge angekündigt. (kke mit dpa) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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