Auch der Klostergarten des Karmeliterklosters wird zur Luminale erstrahlen.
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Auch der Klostergarten des Karmeliterklosters wird zur Luminale erstrahlen.

Stadtgeflüster

Luminale: Es werde Licht

  • vonEnrico Sauda
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„Was kann schöner sein, als diese liebens- und lebenswerte Stadt zum Leuchten zu bringen“, schwärmte Isa Rekkab . Sie ist die Direktorin des Lichtfestivals Luminale,

„Was kann schöner sein, als diese liebens- und lebenswerte Stadt zum Leuchten zu bringen“, schwärmte Isa Rekkab . Sie ist die Direktorin des Lichtfestivals Luminale, das in Frankfurt und Offenbach über die Bühne geht.

Gestern schon gab es die ersten Eindrücke der Schau, die zum neunten Mal stattfindet, zu bestaunen. Insgesamt sind es 149 Kunstwerke, die von Sonntag, 18., bis Freitag, 23. März, leuchten.

So etwa die vier Lichtkunstprojekte im Karmeliterkloster. Drei Lichtinstallationen setzen das mittelalterliche Kleinod und die Stadtentwicklung Frankfurts in Szene. Dazu gibt es noch eine Videoinstallation über dem Eingang.

Zu sehen war auch schon das Werk „Changing Times“, das das italienische Trio „Karmachina“ auf die Fassade der Alten Oper projiziert. Es ist ein zehnminütiges Spektakel, das die Mailänder zeigen. Sie erzählen dabei in fünf Episoden die Geschichte der Alten Oper von der Einweihung über die Zerstörung am 22. März 1944 bis zur Wiedereröffnung 1981. Alles in bunten Bildern und mit einer neuartigen Sound-Anlage. „Für uns war das eine große Herausforderung, weil die Fassade dieses Gebäudes sehr komplex ist“, so Rino Stefano Tagliafierro von „Karmachina“. „Es ist überhaupt eine der schwierigsten Arbeiten, die wir je meistern mussten“, so Tagliafierro weiter. Für ihn und seine beiden Mitstreiter ist es die erste Gelegenheit, ihre Werke außerhalb von Italien zu zeigen.

„Wir geben der Luminale mit dieser Ausgabe eine Neuorientierung“, so Isa Rekkab. „Es soll ein beliebtes Festival bleiben, aber auch den Anspruch verfolgen, sein Profil in künstlerischen Fragen zu schärfen und einen Beitrag zur Gestaltung der Stadt zu leisten, der künstlerisch Position bezieht“, betonte Isa Rekkab.

Als großer Freund, Fan und Förderer der Luminale, die zeitgleich mit der Fachmesse Light + Building stattfindet, gab sich der Vorsitzende der Geschäftsführung der Messe Frankfurt, Wolfgang Marzin , zu erkennen. „Wir sind sehr stolz auf die Luminale – auch, weil sie eines der größten Lichtfeste Europas ist“, hob der Messechef hervor. „Wir wollen uns mehr auf die Stadt konzentrieren und sie noch erlebbarer machen. Wir tragen das Licht in die Stadt“, erklärte der Messechef, der sich keines der 149 Projekte entgehen lassen möchte. „Die Stadt hat ein Spektakel und die Künstler können sich ausleben. Das ist eine sogenannte ,Win-Win-Situation’.“

Gewinnen können auch alle Hobby- und Profifotografen: Denn auch in diesem Jahr schreiben der Verein „Luminale“, die Messe und diese Zeitung einen Fotowettbewerb aus. Bis zu fünf Bilder der Lichtinstallationen kann jeder ins Rennen schicken und auf unserer Webseite unter hochladen. Annahmeschluss ist am 25. März (Sonntag) um 23.59 Uhr.

(es)

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