Die Frankfurter Skyline von unten.
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Mitten in der Frankfurter Skyline sollen neue Sozialwohnungen entstehen.

Wohnungsmarkt

Projekt in Frankfurt: Günstige Wohnungen im Luxushochhaus

  • Vincent Büssow
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Die Stadt Frankfurt plant geförderte Wohnungen zum Niedrigpreis. Nicht nur der Standort macht das Projekt deutschlandweit einzigartig.

Frankfurt – Es ist kein Geheimnis, dass die Wohnungslage in der Bankenmetropole Frankfurt angespannt ist. Zwar gibt es Hoffnungen, dass der Mietwahnsinn durch Corona gestoppt wird, teuer bleibt das Wohnen aber trotzdem. Inmitten dieser Situation muss zusätzlich Raum zum Wohnen für diejenigen geschaffen werden, die sich keine reguläre Miete leisten können. Als Standort solcher Sozialwohnungen plant die Stadt Frankfurt einen deutschlandweit einzigartigen Schritt.

Im Rahmen des Projektes „Four“, bei dem vier neue Hochhäuser der Skyline in Frankfurt hinzugefügt werden, sollen 42 Sozialwohnungen mitten in einem der luxuriösesten Teile der Stadt entstehen. Das berichtete Bild.de. Ab 2024 werde man hier für fünf Euro pro Quadratmeter im Herzen des Bankenviertels wohnen können. Zusätzlich sollen 36 geförderte Wohnungen angeboten werden, deren Miete zwischen 8,50 und 10,50 Euro pro Quadratmeter beträgt. Die Wohnungen sollen sich im zweiten bis fünften und siebten bis zehnten Stockwerk des sogenannten „Tower 2“ befinden.

Frankfurt: Sozialwohnungen bald mitten in der Skyline

Der Planungsdezernent von Frankfurt, Mike Josef, wolle damit ein „Zeichen“ für die Stadt setzen: „Das ist endlich keine Rumträumerei mehr, sondern Realität“. Der SPD-Politiker ist für das Vorhaben, wie schon das Hochhausprojekt selbst, maßgeblich verantwortlich. Das Ziel sei, dass sich „jeder Bürger in jedem Stadtviertel eine Wohnung leisten kann“. Neben den insgesamt 78 neuen geförderten Wohnungen gebe es, so Bild.de, auch Indizien dafür, dass langfristig mehr in soziales Wohnen investiert werden könnte.

So besteht immer weniger Interesse Luxuswohnungen in Frankfurt, wie sie auch in der Skyline normalerweise zu beträchtlichen Preisen angeboten werden. Investoren haben das erkannt und stehen dem geförderten Wohnen deshalb offener gegenüber. So bringt die Stadt Frankfurt allein für das neue Projekt 5,4 Millionen Euro an kommunaler Förderung auf. Und auch für die Zukunft ist noch einiges geplant: Etwa 500 weitere geförderte Wohnungen sollen in den nächsten fünf Jahren in anderen Hochhäusern der Frankfurter Skyline entstehen. (vbu)

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