1. Startseite
  2. Frankfurt

Frankfurt: Anti-Kriegs-Demo fällt erheblich größer als Pro-Russland-Protest aus

Erstellt:

Von: Alexander Gottschalk, Sebastian Richter

Kommentare

Mit ukrainischen Fahnen und Plakaten sind die hauptsächlich weiblichen Teilnehmerinnen bei einer Demonstration unter dem Motto „Mütter gegen den Krieg in der Ukraine und in Europa“ auf dem Holbeinsteg in Frankfurt unterwegs.
Mit ukrainischen Fahnen und Plakaten sind die hauptsächlich weiblichen Teilnehmerinnen bei einer Demonstration unter dem Motto „Mütter gegen den Krieg in der Ukraine und in Europa“ auf dem Holbeinsteg in Frankfurt unterwegs. © Frank Rumpenhorst/dpa

Am Sonntag gibt es in Frankfurt mehrere Demonstrationen. ÖPNV und Straßenverkehr sind eingeschränkt.

+++ 21.45 Uhr: Die Frankfurter Polizei zieht eine weitgehend positive Bilanz zu den Demonstrationen am Sonntag (08. Mai). Die Versammlungen verliefen nach Angaben der Beamten friedlich und weitgehenden ohne besondere Vorkommnisse. An A648 sind mehrere Demonstrierende über die Brüstung einer Autobahnbrücke geklettert. Gegen drei Menschen wurde in dem Zusammenhang Strafanzeige wegen Verdachts der Nötigung eingeleitet.

+++ 15.03 Uhr: Rund 1000 Menschen haben nach Polizeiangaben am Sonntag (08. Mai) in Frankfurt gegen den russischen Angriffskrieg in der Ukraine protestiert. Ein Demonstrationszug führte vom Willy-Brandt-Platz zum Mainufer und zurück.

Die Demonstration fand unter Bezug auf den Muttertag mit dem Titel „Zug der Mütter gegen den Krieg in der Ukraine und in Europa“ statt. Demonstrantinnen trugen Blumenkränze im Haar, es waren zudem zahlreiche blau-gelbe Ukraine-Fahnen zu sehen.

Das Mainufer in Frankfurt als Kulisse für eine Demonstration unter dem Motto: „Mütter gegen den Krieg in der Ukraine und in Europa“.
Das Mainufer in Frankfurt als Kulisse für eine Demonstration unter dem Motto „Mütter gegen den Krieg in der Ukraine und in Europa“. © Frank Rumpenhorst/dpa

Ukrainische Mütter könnten derzeit nicht feiern, sondern verlören jeden Tag, jede Stunde und jede Minute ihre Kinder, ihre Ehemänner, Brüder, Väter und nächsten Verwandten, hieß es im Aufruf. Die Demonstration solle zeigen, dass ein Ende des Krieges nur durch die Unterstützung aller europäischen Staaten möglich sei.

Demonstrationen in Frankfurt: Pro-Russische Teilnehmer schwenken Sowjet-Fahnen

Zeitgleich fanden auch zwei pro-russische Demonstrationen statt, hier sprach die Polizei von maximal 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Sie hielten neben der russischen auch sowjetische Fahnen hoch. Schon im April waren Hunderte Befürworter des russischen Angriffs auf dem Frankfurter Opernplatz zusammengekommen.

Die Demonstrationen verliefen zunächst friedlich, bis zum frühen Nachmittag gebe es keine besonderen Vorkommnisse zu berichten, sagte ein Polizeisprecher. Laut der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) ist wegen der Demonstrationen auf den Straßenbahnlinien 11, 12 und 14 noch bis 20.30 Uhr mit Einschränkungen zu rechnen. Seit 14.30 Uhr ist außerdem die A648 zwischen Westkreuz Frankfurt und Katharinenkreisel voll gesperrt. Auch hier findet ein Demozug statt.

Mit russischen Fahnen und solchen der untergegangenen UdSSR sind hunderte Menschen bei einer pro-russischen Demonstration  in Frankfurt unterwegs.
Mit russischen Fahnen und solchen der untergegangenen UdSSR sind hunderte Menschen bei einer pro-russischen Demonstration in Frankfurt unterwegs. © Frank Rumpenhorst/dpa

Demonstrationen in Frankfurt: Polizei erwartet Behinderungen im Verkehr

Erstmeldung vom Sonntag, 8. Mai, 11.32 Uhr: Frankfurt – Wer am Sonntag (8. Mai) in Frankfurt unterwegs ist, muss sich auf Verkehrsbehinderungen einstellen. Mehrere Versammlungen sind angekündigt, wie die Polizei Frankfurt mitteilt.

Die größte Demonstration findet unter dem Motto „Mütter gegen den Krieg in der Ukraine und in Europa“ statt. Der Aufzug startet am Willy-Brandt-Platz, führt über den Main nach Sachsenhausen und von dort wieder zurück in die Frankfurter Innenstadt. Zudem sind zwei pro-russische Veranstaltungen geplant.

„Im Innenstadtbereich sowie auf umliegenden Autobahnen kann es zeitweise zu Beeinträchtigungen des Straßenverkehrs sowie des ÖPNV kommen“, heißt es in einer Mitteilung der Polizei Frankfurt. Die Beamten seien aber bemüht, diese möglichst gering zu halten. (spr/dpa/ag)

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,
wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.
Die Redaktion