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Herbert Schmoll

BI „Sachsenhausen wehrt sich“

Mainkai-Sperrung: Auf ein Wort, Herr Schmoll

Ein Missverständnis um einen Notfall am Mainkai sorgt für Aufregung. BI-Sprecher Herbert Schmoll klärt auf.

Frankfurt - Ein Patient sei in einem Rettungswagen gestorben, weil der in einem durch die Mainkai-Sperrung verursachten Stau feststeckte - mit dieser Behauptung sorgt Herbert Schmoll von der Bürgerinitiative „Sachsenhausen wehrt sich“ für Wirbel. Die Branddirektion dementiert, Schmoll fühlt sich missverstanden.

Warum fühlen Sie sich missverstanden, Herr Schmoll?

Sie schreiben, dass ich behaupte, dass es einen Toten im Rettungswagen auf dem Schaumainkai gegeben habe. Das habe ich aber nicht behauptet, sondern ich habe eine fiktive Situation geschildert.

Sie haben das nicht als fiktive Situation kenntlich gemacht, sondern in Zusammenhang mit dem Fall des toten Rentners beim Raser-Unfall in Berlin geschildert.

Ich habe beides extra nicht in der Vergangenheitsform geschildert, sondern in Präsens. Damit sollte klar sein, dass ich eine fiktive Situation beschreibe. In Berlin ist die schon Realität geworden, in Frankfurt aber noch nicht.

Mainkai: Gefahrenpotenzial, dass man nicht vernachlässigen darf

Warum gehen Sie davon aus, dass jemand zu Schaden kommen könnte?

Das wird ersichtlich aus dem Video, das wir produziert haben. Das zeigt, wie ein Rettungswagen auf dem Schaumainkai zehn Minuten für eine 500 Meter lange Strecke durch den Stau benötigt. Daraus kann man schließen, dass es ein Gefahrenpotenzial gibt, das man nicht vernachlässigen darf.

Wen haben Sie mit "ein Politiker" gemeint, den sie dafür verantwortlich machen?

Wenn Sie darauf schließen, dass es um Klaus Oesterling geht, ist das Ihre Interpretation. Ich habe das extra offen gelassen, denn es gibt viele Politiker, die die Sperrung vorangetrieben haben und immer noch an ihr festhalten.

Die Branddirektion erklärt, dass Staus nicht ursächlich seien für Todesfälle in Rettungswagen und dass diese den Mainkai weiter nutzen könnten. Wie sehen Sie das?

Diese Darstellung finde ich unverantwortlich, gerade von jemandem, der für den Rettungsdienst zuständig ist. Wenn die Verkehrssituation nicht relevant wäre, dann bräuchten wir auch Martinshörner nicht. 

dpg

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