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Mainova Frankfurt: Gaspreis steigt nicht so stark wie angekündigt

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Von: Christoph Manus

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Für Mainova-Kunden in Frankfurt in der Grundversorgung wird es nun doch nicht ganz so teuer wie angekündigt. Das hat mit dem sinkenden Mehrwertsteuersatz für Gas zu tun.

Frankfurt - Für die Kundinnen und Kunden des Mainova-Grundversorgungstarifs „Mainfrova Erdgas Classic“ gibt es ausnahmsweise eine gute Nachricht: Der Frankfurter Energieversorger hat den Gaspreis zum 1. Oktober in deutlich geringerem Umfang erhöht als noch im August angekündigt. Das hat er am Donnerstag auf Anfrage der Frankfurter Rundschau mitgeteilt.

Eigentlich sollte der Arbeitspreis von 11,30 Cent auf 15,44 Cent pro Kilowattstunde steigen. Tatsächlich verlangt das Unternehmen, das zu gut 75 Prozent den Frankfurter Stadtwerken gehört, seit Monatsbeginn 13,89 Cent pro Kilowattstunde. „Damit geben wir die Senkung der Mehrwertsteuer durch den Gesetzgeber zum 1. Oktober 2022 eins zu eins weiter“, teilt Mainova mit. Der Bund senkt den Steuersatz auf Gas angesichts der Energiekrise bis März 2024 von 19 auf sieben Prozent. Die sogenannte „Gasumlage“, die gut 2,4 Cent pro Kilowattstunde betragen sollte, hatte das Unternehmen noch nicht einberechnet. Da diese nun entfällt, hat der Energieversorger – anders als zunächst angekündigt – auch von höheren Abschlagszahlungen Abstand genommen.

„Eine Enttäuschung auf ganzer Linie“, nennt Amira Mohamed Ali, Chefin der Linksfraktion im Bundestag, die Vorschläge der Gaspreis-Kommission.
Kochen und Heizen mit Gas wird für Kundinnen und Kunden von Mainova teurer - der Anstieg in der Grundversorgung fällt jedoch nicht ganz so hoch aus wie geplant. © Frank Rumpenhorst/dpa

Frankfurt: Linke Initiativen kritisieren Energieversorger Mainova - und fordern Sozialtarife

Mainova ist zuletzt immer wieder wegen kräftiger Preiserhöhungen für Gas und zuletzt auch Fernwärme in die Kritik geraten. Die Linke im Römer und linke Initiativen fordern etwa „Sozialtarife“. Jüngst war das Service-Zentrum des Unternehmens Ziel einer Demonstration der Kampagne „Ebbe langts“.

Der Energieversorger hat im ersten Halbjahr trotz stark gestiegener Einkaufspreise einen hohen Gewinn erzielt. Für das Gesamtjahr rechnet es aber mit einem Ergebnis klar unter dem Vorjahreswert. Es sieht „exorbitant“ gestiegene Marktrisiken und „Herausforderungen in der Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit“. (christoph Manus)

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