Mainova kann Ökostrom jetzt auch speichern

Strom aus Wind, Biogas oder Sonnenlicht zu erzeugen, ist technisch kein großes Problem. Die große Hürde zur wahren Energiewende liegt weiterhin in der Herausforderung, die erzeugte Energie in der

Strom aus Wind, Biogas oder Sonnenlicht zu erzeugen, ist technisch kein großes Problem. Die große Hürde zur wahren Energiewende liegt weiterhin in der Herausforderung, die erzeugte Energie in der erforderlichen Menge zur richtigen Zeit zur Verfügung zu stellen. Auch der Frankfurter Energieversorger Mainova arbeitet an der Aufgabe, wie erneuerbare Energien gespeichert werden können. Nun vermeldet das Unternehmen einen ersten Erfolg: Eine Computersimulation habe gezeigt, dass die Strom-zu-Gas-Anlage, die die Mainova im Osthafen betreibt, die Differenz zwischen Stromerzeugung und -verbrauch ausgleichen kann.

Die Strom-zu-Gas-Anlage nimmt in Spitzenzeiten zu viel erzeugten Ökostrom aus dem Netz auf und wandelt diesen in Wasserstoff um, der im Erdgasverteilnetz gespeichert wird. So auch während des zehntägigen Tests, für den die Anlage in einer Computersimulation mit Stromproduzenten wie Windrädern und einem Blockheizkraftwerk zusammengeschlossen wurde. Bei zu viel Strom im Netz hat die Anlage den überschüssigen Strom automatisch in Wasserstoff umgewandelt und ins kommunale Erdgasverteilnetz eingespeist. Bei zu wenig Strom hat das angeschlossene Blockheizkraftwerk die gespeicherte Energie, also den Wasserstoff, zur Stromerzeugung genutzt. Die Steuerung übernahm eine Software. „Damit haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht. Durch den Test haben wir gezeigt, dass die Strom-zu-Gas-Technologie die Unterschiede zwischen Stromerzeugung und -verbrauch intelligent aussteuern kann und das bis auf die Minute genau“, erklärt der Vorstandsvorsitzende der Mainova, Constantin H. Alsheimer.

(red)

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