Frankfurt

Mainzer Landstraße - Anwohner wütend: „Hotspot der Autoposer und Raserszene“

  • Paul Siethoff
    vonPaul Siethoff
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In der Mainzer Landstraße in Frankfurt kam es vergangene Woche zu einem schweren Unfall. Anwohner sind sauer und fordern, die Straße sicherer zu machen.

  • In der Mainzer Landstraße in Frankfurt kam es vergangene Woche zu einem schweren Unfall, bei dem ein Auto von einer Straßenbahn erfasst wurde.
  • Die Anwohner sehen den Unfall als Konsequenz der Verkehrssituation in der Mainzer Landstraße und fordern Konsequenzen.
  • Eine Forderung der aufgebrachten Anwohner: Der Bau einer neuen Ampelanlage.

Frankfurt - Vergangenen Freitag, am 05.02.2021, kam es in der Mainzer Landstraße in Frankfurt zu einem schweren Unfall, bei dem eine Frau und zwei Kinder verletzt wurden. Das Unglück ereignete sich an der Kreuzung Krifteler Landstraße - Mainzer Landstraße. Die Frau wollte dabei mit ihrem Auto, in dem auch die zwei Kinder saßen, die Mainzer Landstraße überqueren. Dabei wurde sie von einer Straßenbahn erfasst, die aus Richtung Frankfurt Innenstadt gefahren kam.

Für die Anwohner der Mainzer Landstraße hat der Unfall aber noch ein Nachspiel: Wie mehrere Reaktionen auf den Unfall zeigen, die die Frankfurter Neue Presse erhalten hat, fordert die Anwohnerschaft ein neues Verkehrskonzept für die Straße. Der Hauptkritikpunkt: Es gebe viel Fußgänger, die die Hauptverkehrsader überqueren - aber nicht genug Ampeln. Besonders aufgebracht ist Götz Kümmerle, der gemeinsam mit seiner Frau eine Steuer- und Rechtsberatung leitet, die direkt an der Mainzer Landstraße liegt. Der Anwohner hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Situation an der Mainzer Landstraße zu ändern. „Wir beobachten täglich lebensgefährliche Manöver“ schreibt er in einer E-Mail. In der Mainzer Landstraße kommt es tatsächlich häufiger zu schweren Unfällen.

Das wünschen sich die Anwohner an der Mainzer Landstraße: Eine neue Ampelanlage. (Symbolbild)

Anwohner Kümmerle ärgert sich massiv über die Situation an der Mainzer Landstraße

Was aber genau kritisiert Kümmerle? Er sieht gleich mehrere Verkehrs-Probleme an der Mainzer Landstraße: Erstens, für Fußgänger gebe es keine sichere Möglichkeit, die zwei Fahrspuren und die Straßenbahngleise im Bereich um die Kreuzung Krifteler Landstraße - Mainzer Landstraße zu überqueren. Die zwei Ampeln, die sich an der Straße jeweils auf der Höhe des Rossmanns (Nähe Schwalbacher Straße) und des Burger Kings (Nähe Rebstöcker Straße) befinden, liegen laut Anwohner Kümmerle zu weit auseinander. Sein zweiter Kritikpunkt: „Die im Grunde einspurige Straße wird je nach Verkehrslage auch zweispurig in jede Richtung benutzt“. Und: Raser würden die Mainzer Landstraße gerne nutzen, um dort mit erhöhter Geschwindigkeit entlangzufahren.

Die Bürger fordern eine neue Ampelanlage an der Kreuzung Krifteler Landstraße - Mainzer Landstraße

Die Idee der Anwohner, die die Lage etwas beruhigen soll: Eine neue Ampelanlage muss her. Dafür haben die Anwohner unter Anführung der Frankfurter Lehrerin und CDU-Kommunalpolitikerin Sara Steinhardt eine Online-Petiton auf der Bürgerbeteiligungsplattform der Stadt Frankfurt gestartet. Das Motto: „Endlich eine Ampelanlage an der Kreuzung Krifteler Straße / Mainzer Landstraße“. Wie Götz Kümmerle gegenüber der Frankfurter Neue Presse berichtet, seien bisherige Versuche gescheitert, eine neue Ampel errichten zu lassen: Bereits 2018 gab es eine Bürgerinitiative auf der gleichen Online-Plattform - ohne Erfolg. Online ist nachzulesen: Der Bau einer neuen Ampel ist „abhängig von den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln. Daher kann zurzeit keine Aussage darüber getroffen werden, wann eine Umsetzung erfolgen kann.“

Gefährliche Mainzer Landstraße? Anwohner machen Druck beim Verkehrsdezernten der Stadt Frankfurt

Der Anwohner Götz Kümmerle war offensichtlich richtig sauer: Der Frankfurter Neue Presse liegt eine E-Mail vor, mit dem er Druck beim Frankfurter Verkehrsdezernenten Klaus Österling machte. Er fordert darin für „Berufstätige ein Mindestmaß an Umsicht und Schutz“ und argumentiert weiter: Die Mainzer Landstraße sei „ein Hotspot der Autoposer und Raserszene.“ Kümmerles Ziel damit: Der Verkehrsdezernent solle sich dem Anliegen des dortigen Ortsbeirats, dem Bau einer Ampelanlage, annehmen.

Rubriklistenbild: © Fritsch/imago-images

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