Fußball-Kreisoberliga

Makkabi verdient sich einen Punkt

Der SC Weiss-Blau schießt langsam sich aus dem Tabellenkeller: Nach dem Überraschungserfolg bei Tabellenführer Griesheim Tarik wurde diesmal die Spvgg. Griesheim mit 6:1 abgefertigt.

Der SV Heddernheim hat die Spitzengruppe der Fußball-Kreisoberliga Frankfurt erreicht. Der FV Saz-Rock gewann gegen die SG Westend – es war der dritte Sieg in Folge (siehe Extratext).

FC Kalbach II – FC Posavina 0:5 (0:0). – Als Kalbachs Trainer Manfred Meyer nach dem 0:1 von Anto Petrasevic (58.) verletzungsbedingt Nicola Dentico und Sebastian Zulciak auswechseln musste, fiel seine Mannschaft zusammen „wie ein Kartenhaus.“ Posavina wusste die Fehler der Kalbacher Hintermannschaft gnadenlos auszunutzen. Noch einmal Petrasevic (68.), Goran Juric (78./86.) und Drazen Vinkovic (80.) erzielten die weiteren Tore für die Gäste aus dem Riederwald. Meyer merkte allerdings an: „Wir haben dem Gegner die Tore praktisch in den Fuß gelegt.“

SV Heddernheim – TSG Niederrad 3:1 (1:0). – Mit einem Freistoß aus 25 Metern brachte Heddernheims Kapitän Philipp Siegel den Tabellenvierten nach vorne (9.). Danach vergab Okan Koyun die Ausgleichschance: Er köpfte an den Pfosten (35.). Beide Teams schenkten sich nichts, doch die Gastgeber waren etwas kompromissloser und konsequenter. Oliver Solarz gelang das 2:0 (60.), Siegel erhöhte vom Elfmeterpunkt nach einem Handspiel der Gäste (75.). Das 1:3 von Maximilian Liomin kam zu spät (87.). Heddernheims Spielausschuss-Chef Klaus Schleicher sparte nicht mit Lob: „Das war ein heißer Fight. Wir steigern uns von Spiel zu Spiel. Wir haben gute Jungs und einen guten Trainer.“

FC Tempo – SV Griesheim Tarik 1:1 (1:1). – Im Spitzenspiel ging der Tabellenführer aus Griesheim zunächst in Führung: Younes Kabbouch traf (26.). Dann gab es einen Elfmeter für Tempo: Spielertrainer Borislav Pilipovic trat an und scheiterte an Tarik-Keeper Abdelaziz Bouyiri (38.). Diesen Fauxpas konnte Pilipovic aber in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit wieder gutmachen, indem er den Ausgleich erzielte (45.+4). Im zweiten Abschnitt waren die Gastgeber näher am Siegtreffer, scheiterten aber immer wieder an Torhüter Bouyiri. Dieser bekam dann auch von Tempos Sportlichen Leiter Zoran Marcetic ein Sonderlob: „Bouyiri war der beste Mann auf dem Platz.“

SC Weiss-Blau – Spvgg. Griesheim 6:1 (1:0). – Beiden Teams war der Abstiegskampf anzumerken, zunächst galt es, Tore des Gegners zu verhindern. Lediglich Daniel Steinkohl nutzte eine Nachlässigkeit der Griesheimer Hintermannschaft und erzielte das 1:0 (11.). SC-Trainer Jamal Er-Rjah gab in der Pause eine neue Strategie aus und lag goldrichtig. „Wir haben dann hoch gestanden und Pressing gespielt“, so Er-Rjah. Naser Al Abdullah (48.), Hatem Fekih (57.), Moritz Antlitz (63.) und Nabil El Machit (75., Foulelfmeter/87.) belohnten Weiss-Blau für seinen Mut. Mike Faust verkürzte zwischenzeitlich per Foulelfmeter auf 1:2 (53.).

Viktoria Preußen – TuS Makkabi 3:3 (2:1). – Torjäger Ibrahim Abbouz erzielte das 1:0 gegen seinen Ex-Verein (5.). Kofi Boateng gelang mit einem schönen Heber den Ausgleich (20.). Dann zogen die „Preußen“ auf 3:1 davon – Jonatan Ogbasilase (40.) und Lars Jung (50.) waren erfolgreich. Philipp Giessler stellte aber umgehend den Anschluss wieder her (55.). Ein abgefälschter Freistoß von Cedric Burg sicherte dem Tabellenvorletzten das Unentschieden (87.). Viktorias Sportlicher Leiter Thomas Mahlau sah ein: „Makkabi hat sich den Punkt verdient.“

Germania Enkheim – Concordia Eschersheim 1:0 (1:0). – In der siebten Minute wollte Gästecoach Roland Stipp einen klaren Elfmeter gesehen haben – Adrian Mohr war im gegnerischen Strafraum umgerissen worden. Doch der Pfiff blieb aus. Praktisch im Gegenzug traf Tino Cestonaro nach einer Ecke per Kopf zum 1:0 (8.). Auf beiden Seiten wurden dann weitere gute Möglichkeiten ausgelassen. Was bei den Gästen auch an Germania-Torwart Patrick Schneider lag. Enkheims Trainer Tihomir Tomic hob Schneider hervor: „Er war ein starker Rückhalt.“ Stipp ärgerte sich: „Wir waren besser, aber wir schießen im Moment keine Tore.“

SV Blau-Gelb – Union Niederrad 4:3 (2:1). – Kai Röckinghausen besorgte das 1:0 für die Union (9.). Niklas Spies (20.), Jakob Nobbe (45.) und Henning Chomse (64.) brachten dann die Gastgeber mit 3:1 nach vorne. Doch noch einmal kippte die Partie. Martin Wojciechowski (67.) und Röckinghausen (78., Foulelfmeter) egalisierten. In der letzten Minute gab es noch einmal Freistoß für Blau-Gelb, und Lamine Kaiser markierte per Kopf den Siegtreffer.

(omü)

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