Marco Russ, Ex-Eintrachtler, lässt heute Abend in der Show "Stars gegen Krebs" für den guten Zweck die Hüllen fallen.
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Marco Russ, Ex-Eintrachtler, lässt heute Abend in der Show "Stars gegen Krebs" für den guten Zweck die Hüllen fallen.

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Marco Russ lässt die Hüllen fallen

  • vonEnrico Sauda
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Zusammen mit anderen Stars und Sternchen zieht sich der ehemalige Eintracht-Frankfurt-Spieler bei der Vox-Sendung "Showtime of my Life - Stars gegen Krebs" aus. Für den guten Zweck.

Insgesamt 16 Prominente lassen am Montag und Dienstag im Fernsehen ihre Hüllen fallen - für den guten Zweck. Krebs ist in Deutschland die zweithäufigste Todesursache. Bei der Vox-Sendung "Showtime of my Life - Stars gegen Krebs" ziehen sich die Stars und Sternchen in zwei Shows aus, um auf das Thema der Krebsvorsorge aufmerksam zu machen.

In der einen Schau (Montag) waren acht Promi-Frauen zu Gast: Autorin Nicole Staudinger, Model Elena Carrière, Sängerin Stefanie Hertel, Schauspielerin Mimi Fiedler, Moderatorin Ulla Kock am Brink, Weltfußballerin Nadine Angerer, Artistin Lili Paul-Roncalli sowie Model Mirja Du Mont. Am Dienstag gibt es ab 20.15 Uhr acht Herren zu bewundern: Moderator Jochen Schropp, Schauspieler Thorsten Nindel, Comedian Faisal Kawusi, Ex-Handballer Uli Roth, Comedian Bastian Bielendorfer, Schauspieler Jimi Blue Ochsenknecht, Ex- Turner Philip Boy sowie Ex-Eintracht-Frankfurt-Spieler und Publikumsliebling Marco Russ. Sie alle haben in ihrem Leben Berührungspunkte mit dem Thema Krebs, entweder in der Familie, im Freundeskreis oder sie sind selbst betroffen.

Moderiert wird "Showtime of my Life - Stars gegen Krebs" von Guido Maria Kretschmer. Sein Ziel ist es, Frauen und Männer zu motivieren, damit sie regelmäßig zur Krebsvorsorge gehen.

"Ich bin dabei, weil ich am eigenen Leib erfahren musste, wie es ist, von heute auf morgen mit dem Thema Krebs umzugehen", sagt Marco Russ. "Meine Botschaft ist zu zeigen, wie wichtig es als Mann ist, früh zur Vorsorge zu gehen. Die Angst davor zu nehmen und sich so viel Zeit für seinen eigenen Körper zu nehmen." 2016 wurde Marco Russ bei einer Doping-Kontrolle positiv getestet. Aber nicht illegale Substanzen waren der Grund, sondern Hodenkrebs. "Wenige Tage nach der Diagnose wurde ich dann operiert. Man hat als Fußballer die Vorstellung, du bist doch durchtrainiert, man ernährt sich gesund, so gut es geht - wie kann das sein?", erinnert er sich. "Sonst hauen mich keine Verletzungen um und jetzt kommt sowas - und du bist raus", so Russ weiter. "Für mich ist es das Ziel zu zeigen, dass man nach so einer Erkrankung, mit dem einen oder anderen Makel, seinen Körper trotzdem liebt und zufrieden ist."

Rückblickend auf die Zeit seiner Erkrankung sagt er: "Man denkt dann sofort an die Kinder. Wie sagst du es ihnen? Wie gehst du in der Zeit mit ihnen um? Wie geht alles weiter? In der Zeit war Fußball zweitrangig. Es zählt nur die Familie, die einen die ganze Zeit begleitet."

Seine Geschichte hatte ein Happy End: Im Frühjahr 2017 feierte Marco Russ nach harten Monaten der Therapie sein emotionales Comeback auf dem Platz und ein Jahr später den Höhepunkt seiner Karriere: 2018 gewann Russ mit der Eintracht den DFB-Pokal.

Nach über 300 Pflichtspielen im Trikot der Frankfurter Eintracht beendet Russ im Juli des vergangenen Jahres seine aktive Fußballerkarriere.

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