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So stellen es sich die Planer vor: Der Kirchturm bleibt erhalten, das Kirchenschiff soll neu gebaut werden. Ansicht: Stimpert

Evangelische Regionalversammlung

Matthäuskirche: Käufer fürs Areal gesucht

Die Evangelische Regionalversammlung hat dem Plan zugestimmt, einen Großteil des Areals der Matthäuskirche nahe der Messe zu verkaufen.

Die Evangelische Regionalversammlung hat dem Plan zugestimmt, einen Großteil des Areals der Matthäuskirche nahe der Messe zu verkaufen. Mit dem Beschluss vom Mittwochabend könnten nun Käufer gesucht werden, teilte die Evangelische Öffentlichkeitsarbeit am Donnerstag mit. Laut Stadtdekan Achim Knecht gebe es einige Interessenten. Mit der Entscheidung wurde eine jahrelange Auseinandersetzung zwischen der Kirchengemeinde und dem Evangelischen Regionalverband über die Zukunft der Kirche unter den Hochhäusern des Bankenviertels beigelegt.

Stadtdekan Knecht hatte bereits vor fünf Wochen die Pläne in der Hoffnungsgemeinde vorgestellt. Demnach soll der Turm der Kirche stehen bleiben, abgerissen werden soll das Kirchenschiff sowie die nicht mehr genutzten Gebäude, das Pfarr- und Gemeindehaus sowie die Kindertagesstätte. Dafür soll ein neues Kirchengebäude auf rund 450 Quadratmetern Fläche mit flexiblen Raumkonzepten für Veranstaltungen errichtet werden. Rund 2500 Quadratmeter Grund in prominenter Lage sollen veräußert werden. Das gesamte Kirchenareal umfasst 3100 Quadratmeter. Mit dem Neubau sei frühestens in drei Jahren zu rechnen, sagte Knecht.

Dem Beschluss geht ein fast 20-jähriger Streit um den Standort voraus. Der Evangelische Regionalverband Frankfurt hatte bereits 1999 entschieden, das Gelände an der Friedrich-Ebert-Anlage zu verkaufen. Die Hoffnungsgemeinde protestierte gegen das Vorhaben und klagte beim Kirchlichen Verfassungs- und Verwaltungsgericht in Darmstadt. Das Gericht wies die Klage 2003 ab, schob eine Entscheidung in der Sache jedoch auf. Nach der Vorlage eines neuen Hochhausrahmenplans hatte die Hoffnungsgemeinde 2007 ihren Widerstand gegen einen Verkauf aufgegeben. Die Regionalversammlung stimmte daraufhin für einen Verkauf des Geländes bei Erhalt der Kirche. Einen Käufer gibt bisher nicht.

(epd)

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