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Symbolbild

Wochenend-Angebot

Öffentlicher Nahverkehr: Bald kommen Nachteulen im 30-Minuten-Takt durch Frankfurt

Vier U-Bahn- und Straßenbahnlinien sowie 15 Busse bringen auch nachts jeden überall hin. Das Wochenend-Angebot mit 30-Minuten-Takt gilt ab Freitag, 16. Dezember.

Seit vergangenem Jahr rollen S-Bahnen und einige U-Bahnen durchgängig durch die Wochenendnächte. Jetzt macht der Frankfurter Stadtverkehr das Angebot komplett. Ab Fahrplanwechsel fahren mehr U-Bahnlinien sowie Straßenbahnen und Busse in den Nächten vor Samstagen, Sonntagen und Feiertagen ohne Pause. Erstmals wird es den neuen Nachtverkehr in den Stunden von Freitag, 16., zu Samstag, 17. Dezember, geben. Das teilte die Stadt gestern dieser Zeitung mit. Vier U-Bahn-, vier Straßenbahn- und 15 städtische Buslinien sollen im 30-Minuten-Takt ein „dichtes Verkehrsnetz über die Mainmetropole legen“, sagt Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) und fügt an: „Der städtische Nachtverkehr in Frankfurt vervollständigt endlich das Nachtfahrangebot im S-Bahn- und Regionalzugnetz. Damit bringen wir Nachtschwärmer an den Wochenenden rund um die Uhr flächendeckend in die Frankfurter Stadtteile und raus in die Region.“

RMV-Geschäftsführer Knut Ringat freut sich für alle Partygänger. Überall in Frankfurt könnten die feiern, ohne sich Gedanken machen zu müssen, wie und wann sie in Richtung Mainz, Mittelhessen oder Darmstadt kommen. „Die Verkehrsmittel sind jetzt nachts so hervorragend wie tagsüber verzahnt“, sagt Ringat.

Von einem der „attraktivsten Nachtverkehre in Deutschland“ schwärmt Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) und sieht Frankfurt diesbezüglich schon auf einem Level mit den internationalen Metropolen.

Fahrgastverbände und verschiedene Gruppen wie etwa Studenten haben seit geraumer Zeit immer wieder gefordert, dass Frankfurt auch auf der Schiene und mit Bussen seinem Ruf als Metropole gerecht werden müsse. In Städten wie München oder Berlin kommen Nachtschwärmer von jeher auch nachts von überall nach überall.

„Vor fast 30 Jahren hatte Frankfurt den Nachtbus eingeführt. Es war an der Zeit, dieses Erfolgsmodell an die heutigen Bedürfnisse der Fahrgäste anzupassen“, blickt Tom Reinhold, Geschäftsführer der Frankfurter Nahverkehrsgesellschaft Traffiq, zurück. Um den Fahrgästen die Orientierung zu erleichtern, haben die Planer von Traffiq bei der Verbindungsauswahl weitgehend das Netz der Tageslinien zugrunde gelegt.

Unter der Woche wird der Nachtbusverkehr in Frankfurt ab der Zentralstation Konstablerwache, wie von den Fahrgästen gewohnt, weitergeführt. Die S-Bahn-Linie S8 verbindet den Nachtbusknoten dann mit dem Hauptbahnhof und dem Flughafen ebenfalls durchgängig im 30-Minuten-Takt.

– Rebstockbad 55: Rödelheim – Höchst Bahnhof 63: Eschersheim – Preungesheim

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