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Römer Frankfurt

Verwaltung

Mehr Personal: Stadt schafft 210 neue Stellen

Insgesamt 210 neue Stellen sollen in der Stadt geschaffen werden. Darauf einigte sich gestern die Römer-Koalition von CDU, SPD und Grünen. Das Gros mit 35,5 Stellen bekommt die Feuerwehr, weil dort 100 000 Überstunden aufgelaufen sind.

Die Berufsfeuerwehr, das Amt für Bau und Immobilien (ABI), aber auch das Stadtschulamt: Sie alle profitieren von den neuen Arbeitsplätzen, die im nächsten Jahr bei der Stadtverwaltung geschaffen werden sollen. Auf insgesamt 210 neue Stellen hat sich die Römer-Koalition von CDU, SPD und Grünen geeinigt. Weitere 352 Beschäftigungsverhältnisse werden künftig höher bewertet, das heißt, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bekommen mehr Geld.

Über einen Löwenanteil der neuen Arbeitsplätze darf sich die Feuerwehr freuen. Hier ist die Situation aber auch besonders prekär: Mehr als 100 000 Überstunden haben sich angesammelt. Jetzt reagiert die Stadt mit der Schaffung von 35,5 Stellen. Zur Begründung heißt es, es gebe neue Bedrohungslagen und einen Aufgabenzuwachs im Rettungsdienst, aber eben auch die Überstunden, die abgebaut werden sollten. Das vor einem Jahr neu geschaffene Amt für Bau und Immobilien sitzt an einer entscheidenden Schnittstelle der Verwaltung. Es soll dafür sorgen, dass künftig die dringend benötigten Schulen und Kitas schneller entstehen, aber auch Zehntausende von bestehenden städtischen Gebäuden unterhalten und saniert werden. Beim ABI werden deshalb jetzt 24 Stellen neu geschaffen.

Angespannte Lage

88 Arbeitsplätze entstehen alleine deshalb, um bisherige Hilfs- in feste Planstellen umzuwandeln. 24 Arbeitsplätze gibt es neu, um die vielfältigen Ausbildungsaktivitäten der Stadt zu unterstützen.

Besonders angespannt ist die Personalsituation im städtischen Jugend- und Sozialamt: Es gibt immer mehr Menschen, die auf Unterstützung durch die Kommune angewiesen sind. Deshalb erhält das Amt nun zehn neue Stellen.

Wohnungsdezernent Mike Josef (SPD) kann endlich die lange angekündigte „Stabsstelle Mieterschutz“ bilden, die freilich gerade einmal aus zwei Spezialisten im städtischen Wohnungsamt bestehen wird. An sie sollen sich künftig alle wenden können, denen ein Verlust der Wohnung durch exorbitante Mieterhöhung oder eine Umwandlung der Unterkunft in eine Eigentumswohnung droht.

Um das Sonderinvestitionsprogramm „Schöneres Frankfurt“, also die Aufwertung von Plätzen und öffentlichem Raum, voranzubringen, darf das Stadtplanungsamt drei neue Stellen schaffen. An den neu entstehenden Schulen in der rasch wachsenden Stadt Frankfurt werden Sekretäre und Sekretärinnen gebraucht. Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) kann deshalb neuneinhalb neue Arbeitsplätze verbuchen.

Fast 10 000 Arbeitsplätze

Der Kampf für mehr Sauberkeit in der Stadt, den Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) mit Nachdruck führt, wird durch die Schaffung von zwei Stellen für die Stabsstelle Sauberes Frankfurt unterstützt.

Über viele Jahre hinweg war die Stadtverwaltung in Frankfurt durch politische Beschlüsse geschrumpft worden. Doch seit einigen Jahren, im Zeichen eines rasanten Wachstums der Kommune, wird auch die Verwaltung wieder größer. Die engere Stadtverwaltung ohne städtische Gesellschaften und Eigenbetriebe zählte im Jahre 2010 gerade einmal noch 8761,9 Stellen. Mit dem Jahre 2019 werden es nun 9855 Arbeitsplätze sein. VON CLAUS-JÜRGEN GÖPFERT

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