Nach drei Jahren Pause leuchtete die Zeil 2020 wieder weihnachtlich. Nun soll es noch mehr Lichterglanz geben.
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Nach drei Jahren Pause leuchtete die Zeil 2020 wieder weihnachtlich. Nun soll es noch mehr Lichterglanz geben.

„Innenstadt attraktiv gestalten“

Mehr Weihnachtsglanz für die Zeil in Frankfurt: Aktion auch für Einzelhandel wichtig

  • VonBrigitte Degelmann
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Ein schöner Lichtblick: Prächtiger als in den Jahren zuvor soll der vorweihnachtliche Lichterglanz in Frankfurt ausfallen. Das gilt für die Zeil, aber nicht nur.

Frankfurt - Obwohl Lebkuchen, Spekulatius und Zimtsterne schon seit Oktober in den Supermarktregalen liegen, dürfte sich die Vorfreude auf Weihnachten angesichts der hohen Corona-Inzidenzen bei vielen noch in Grenzen halten. Doch das ändert sich vielleicht, wenn die Straßen von Frankfurt wieder weihnachtlich beleuchtet werden.

Auch im Hinblick auf den Einzelhandel seien solche Maßnahmen wichtig, gab kürzlich FDP-Stadtverordneter Nathaniel Ritter in der Fragestunde des Gremiums zu bedenken und erkundigte sich danach, ob der Magistrat bereits spezielle Maßnahmen in Sachen Beleuchtung oder Dekoration für die Adventszeit geplant habe, um die Innenstadt und andere Einkaufsstraßen für Kunden attraktiver zu gestalten? Solche Aktionen seien auch deshalb von Bedeutung, weil ortsansässige Händler nicht von der Corona-Pandemie schwer gebeutelt seien, sondern auch davon, dass viele Konsumenten in dieser Zeit auf Lieferdienste und Online-Großanbieter umgestiegen seien. "Die Stadt muss nun dem Einzelhandel dabei helfen, sich von der Krise zu erholen und die Innenstadt und andere Einkaufsstraßen für die Einkaufenden attraktiv gestalten", forderte Ritter deshalb.

Beleuchtungskonzept für Frankfurt vor fünf Jahren entwickelt

In ihrer Antwort verwies Wirtschaftsdezernentin Stephanie Wüst (FDP) auf das stadtweite Weihnachtsbeleuchtungskonzept, welches das Dezernat vor fünf Jahren zusammen mit der Wirtschaftsförderung, dem Stadtplanungsamt und der Mainova etabliert habe. Und zwar nicht nur in der Innenstadt, sondern auch für die Stadtteile.

"Die Betreuung erfolgt jeweils durch den Gewerbeverein oder die Interessengemeinschaft mit der Unterstützung durch die Wirtschaftsförderung", informierte Wüst. Zusätzlich habe die Straßenbeleuchtung Rhein-Main (SRM), eine Tochtergesellschaft der Mainova, die Stadt in den vergangenen Jahren dabei unterstützt, "eine stimmungsvolle, weihnachtliche Beleuchtungssituation zu ermöglichen".

Weihnachtslichter in Frankfurt: Auch in den Stadtteilen leuchtet es

Nach Angaben der Wirtschaftsdezernentin haben bereits 16 Gewerbevereine und Initiativen die städtischen Förderungen für die Anschaffung von Weihnachtsbeleuchtung in Anspruch genommen - unter anderem für die Berger und die Schweizer Straße, am Dornbusch, im Sachsenhäuser Brückenviertel sowie in Bergen-Enkheim, Rödelheim und Höchst. Wählen konnten sie dabei aus drei Motiven: Fassadenschmuck, Überspannungen sowie Sterne, die an Straßenbeleuchtungsmasten angebracht werden. Letztere sind hauptsächlich aus Holz gefertigt, zu 100 Prozent recyclebar und leuchten dank LED-Technik. "Das heißt, auch in diesem Jahr wird es in vielen Stadtteilen eine Weihnachtsbeleuchtung zur Aufwertung und stimmungsvollen Inszenierung insbesondere der Einkaufsstraßen geben", erklärte Wüst. Die städtische Unterstützung belief sich dabei auf 70 Prozent - bis zu einer Summe von 25 000 Euro.

Vergangenes Jahr erstrahlte endlich auch die Zeil wieder in adventlichem Lichterglanz, dank der Zusammenarbeit der Stadt mit dem ansässigen Gewerbeverein. In den drei Wintern davor war das wegen organisatorischer Differenzen noch gescheitert. Dieses Jahr soll die Beleuchtung auf der Zeil sogar noch erweitert werden - "und somit zu einer noch höheren weihnachtlichen Stimmung auch in Verbindung mit dem Weihnachtsmarkt führen", kündigt die Dezernentin an. Am Dienstag (23.11.2021) wird das Licht angeknipst. Zudem seien mehrere Aktionen in der Innenstadt und in den Stadtteilen geplant, die für eine stimmungsvolle Atmosphäre sorgen sollen. Mehrere Ortsbeiräte haben darüber hinaus in den vergangenen Monaten Zuschüsse aus ihren Budgets für die Weihnachtsbeleuchtung in ihren Ortsbezirken bewilligt.

Frankfurter Weihnachtsmarkt öffnet trotz Corona-Pandemie

Der Frankfurter Weihnachtsmarkt wird trotz der hohen Infektionszahlen - am Sonntag (21.11.2021) lag die Inzidenz in Frankfurt bei 320,8 - am Montag (22.11.2021) eröffnen. Beim Bummeln zwischen den Buden gilt von 10 bis 22 Uhr Maskenpflicht. Beim Verzehr von Bratwurst, Glühwein und Co. dürfen die Masken kurzzeitig abgenommen werden. Der Weihnachtsmarkt findet in diesem Jahr auf einer größeren Fläche, mit weniger Buden und weitgehend ohne Zugangsbeschränkungen statt. Nur in zwei Bereichen auf dem Roßmarkt und am Stoltze-Platz gilt 2G - dort haben nur Geimpfte und Genesene Zutritt. (Brigitte Degelmann)

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