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Mehrere Festnahmen in Frankfurt: Ermittlungen nach Einsatz auf Baustellen

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Von: Florian Dörr

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Der Zoll führt Kontrollen auf Baustellen in Frankfurt durch. Nun laufen Ermittlungen gegen sechs Arbeitnehmer und vier Arbeitgeber.

Frankfurt - Bei Schwarzarbeit-Kontrollen in Frankfurt sind sechs Personen vorläufig festgenommen worden. Hintergrund waren Überprüfungen durch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts. Im Fokus standen sieben Firmen. Sie sind überwiegend im Bau- und Gastronomiegewerbe tätig. Durchgeführt wurden die Maßnahmen in der vergangenen Woche.

Schwerpunkt der Prüfungen war laut Hauptzollamt Frankfurt das Aufdecken von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung sowie die Überprüfung, ob der gesetzlich oder tariflich vorgeschriebene Mindestlohn gezahlt wird.

Schwarzarbeit-Kontrollen in Frankfurt: Ein Arbeitnehmer will falsche Identität vortäuschen

Insgesamt hatten die Kräfte des Hauptzollamts Frankfurt 41 Arbeitnehmer etwa auf Baustellen zu ihren Beschäftigungsverhältnissen befragt. Dabei kam es zu sechs vorläufigen Festnahmen von Menschen mit chinesischer, serbischer, nordmazedonischer und bosnischer Staatsangehörigkeit im Alter zwischen 29 und 55 Jahren. Sie konnten allesamt keine Aufenthaltstitel oder Visa vorweisen, die sie zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit in Deutschland berechtigten.

Unter anderem auf Baustellen war das Hauptzollamt Frankfurt im Einsatz.
Unter anderem auf Baustellen war das Hauptzollamt Frankfurt im Einsatz. © Hauptzollamt Frankfurt

Einer der Arbeitnehmer legte im Rahmen der Kontrolle eine gefälschte kroatische ID-Card vor. Für ihn kommt es noch härter: Gegen den Mann wird neben dem Verdacht des illegalen Aufenthaltes auch wegen Urkundenfälschung ermittelt.

Schwarzarbeit-Kontrollen in Frankfurt: Auch betroffene Arbeitgeber bekommen Probleme

Doch nicht nur die in Frankfurt vorläufig festgenommenen Arbeitnehmer bekommen nun Probleme: Im Nachgang der Schwarzarbeit-Kontrollen durch das Hauptzollamt wurden auch gegen die vier betroffenen Arbeitgeber Strafverfahren wegen des Verdachts der Beihilfe zum illegalen Aufenthalt eingeleitet.

Weiterhin wurden im Rahmen der Kontrollen zwei Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen der Nichtführung von Stundenaufzeichnungen sowie eines mutmaßlichen Verstoßes gegen die Hinweispflicht des Arbeitgebers zur Mitführungspflicht von Ausweisdokumenten gegenüber den Arbeitnehmern eingeleitet, wie das Hauptzollamt Frankfurt mitteilt. Die Ermittlungen in allen Strafverfahren dauern an. (fd)

Auch auf anderem Gebiet ist der Zoll in Frankfurt tätig. So wurde im Sommer etwa auf einen Schlag Gold im Wert von 1,5 Millionen Euro gepfändet.

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