Die Schillerschule hat eine neue Turnhalle. Die ist um einiges teurer geworden als kalkuliert.
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Die Schillerschule hat eine neue Turnhalle. Die ist um einiges teurer geworden als kalkuliert.

Sachsenhausen

Mehrkosten von einer Million

  • Stefanie Wehr
    VonStefanie Wehr
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Turnhalle der Schillerschule ist deutlich teurer geworden

Die neue Turnhalle der Schillerschule ist seit März dieses Jahres fertig. Der Bau mit goldfarbener Fassade steht nun auf dem Schulhof. Die fast drei Jahre währende Baustelle und die Auslagerung des Schulhofs in die Morgensternstraße sind seither Geschichte.

2017 war der Turnhallenbau von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen worden, in der Bau- und Finanzierungsvorlage waren rund 7,3 Millionen Euro veranschlagt. Geplant hat das Gebäude das Hamburger Architekturbüro Trapez. Mit dem Bau der 15 mal 27 Meter großen Halle im energiesparenden Passivhausstandard wurde 2018 begonnen.

Jetzt gab die Stadt bekannt, dass der Neubau mitsamt Folgekosten mit insgesamt rund 8,3 Millionen Euro zu Buche schlägt. Grund für die Verteuerung um eine Million Euro waren unvorhergesehen Mehrkosten für die Erneuerung von Grundleitungen im Boden und Preissteigerungen am Markt.

"Trotz intensiver Bemühungen, Einsparpotenziale im laufenden Verfahren zu identifizieren, konnte das Budget nicht eingehalten werden", heißt es in der Vorlage.

Nahezu alle Gewerke wurden teurer als gedacht, ist dort zu lesen, von der Fassade aus Kupferblech über die Prallwand und den Sportboden bis hin zu den Sanitär- und Außenanlagen. Letztere kosteten rund 400 000 Euro mehr als geplant, die Kosten des Neubaus an sich überstiegen die Planung um 530 000 Euro.

Sporthallen sind in Sachsenhausen rar

Der Bau der Einfeldhalle, die zum Teil in die Tiefe gebaut wurde, um Platz zu sparen, war mehr als nötig. Den 1200 Schülern des vierzügigen Gymnasiums stand zuvor nur eine Gymnastikhalle zur Verfügung, so dass der Sportunterricht an verschiedenen Standorten im Stadtteil verteilt stattfand. Das Gebäude steht auf dem Pausenhof und ist von außen kaum zu sehen. Eine Treppe und ein Aufzug führen aufs Dach der Halle, die als Pausenhof und "grünes Klassenzimmer" genutzt werden kann.

Da im gesamten Stadtteil Sachsenhausen Sporthallen noch immer rar sind - eine neue Dreifelderhalle an der benachbarten IGS Süd soll den Bedarf in einigen Jahren auffangen -, wurde die Halle genehmigt.

Inzwischen rückt die Dreifelderhalle an der IGS Süd, die auf dem früheren Gelände der Textorschule und der Holbeinschule einen neuen Campus erhalten soll, näher. Ein neuer Zeitplan für die planerische Entwicklung der IGS Süd-Campus stehe mittlerweile fest, sagte jetzt die Bildungs- und Baudezernentin Sylvia Weber (SPD) in der Fragestunde des Stadtparlaments. Die denkmalschutzrechtliche Prüfung sei erfolgt.

Planung der IGS Süd schreitet voran

Wie berichtet, wurde das Gebäude der ehemaligen Holbeinschule unter Denkmalschutz gestellt, was die Planungen verzögerte. Der Architekturwettbewerb wurde Anfang des Monats besiegelt, der Teilnahmewettbewerb abgeschlossen. Nächstes Jahr im März ist die Preisrichtersitzung geplant. "Der Bedarf von drei Sportfeldern ist in der Aufgabenstellung mit formuliert", so Weber.

Davon würden nicht nur die Schulen profitieren, sondern viele Sachsenhäuser Sportvereine, die im Winter kaum Kapazitäten fürs Training haben. Stefanie Wehr

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